PAYR-Gruppe insolvent: „Arbeitsplätze haben oberste Priorität“
Über das Vermögen der PAYR Gruppe wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Der laufende Betrieb soll ohne Einschränkungen weitergehen.
Am 19. Feber 2026 wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Sanierungsverfahren über das Vermögen der „PAYR Gruppe“ eröffnet, wie Schuldnervertreterin Rechtsanwältin Sophie Wagner informiert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wiederschwing (Reichenau) unterstützt Firmen bei der Produktentwicklung in verschiedensten Branchen, doch auch auch Produktion von Bauteilen und Anlagen gehört zum Geschäft. Zudem werden auch Dienstleistungen wie Berechnungen oder Versuchsdurchführungen angeboten. Die PAYR-Gruppe hat auch Standorte in Klagenfurt und Graz.
Sanierungsplan mit Eigenverwaltung
Grund für die Insolvenz sind laut Unternehmen nicht bezahlte Kaufpreisraten aus einem Vertragspartnergeschäft. Eine außergerichtliche Restrukturierung sei trotz Bemühungen nicht gelungen. Die Gruppe strebt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung an. Geplant ist ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent, die aus dem laufenden Betrieb finanziert werden soll. Zusätzlich könnten – falls nötig – nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte oder Teilbetriebe verwertet werden.
Arbeitsplätze und Zukunftsfähigkeit sichern
„Oberste Priorität ist die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe und der damit verbundenen Arbeitsplätze“, erklärt Geschäftsführer Peter Paul Payr im Zusammenhang mit der Insolvenz. Man hofft darauf, „gestärkt aus diesem Prozess“ hervorzugehen. Wichtig für Kunden und Geschäftspartner: Der operative Betrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen. Über Fortschritte im Sanierungsprozess will das Unternehmen laufend informieren.