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/ ©LPD Kärnten/Bauer
Ein Bild auf 5min.at zeigt Landesrat Daniel Fellner.
Am 8. April soll Daniel Fellner (SPÖ) zum neuen Landeshauptmann gewählt werden.

Habemus LH: Kärnten hat ab 8. April einen neuen Regierungschef

Wie 5 Minuten bereits exklusiv berichtete, drang der Termin für den Wechsel an der Kärntner Landesspitze vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit. Seit heute ist es fix: Daniel Fellner (SPÖ) übernimmt ab 8. April.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
3 Minuten Lesezeit(579 Wörter)
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Die Bombe platzte bereits vor wenigen Tagen, wie 5 Minuten exklusiv berichtete. Der Zeitpunkt des geplanten Landeshauptmann-Wechsels war vorzeitig publik geworden und sorgte hinter den Kulissen für Irritationen zwischen SPÖ und ÖVP. Nun ist klar: Der ursprünglich kolportierte 2. April ist vom Tisch. Stattdessen wird der Kärntner Landtag am 7. April über Daniel Fellner als neuen Landeshauptmann abstimmen. Am heutigen Donnerstag, dem 26. Februar, informierten Noch-Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), sein Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) sowie Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) offiziell über den Fahrplan. Nach internen Gesprächen scheinen nach außen hin die Wogen inzwischen geglättet zu sein.

Kaiser geht, Fellner übernimmt

Peter Kaiser hatte seinen Rückzug bereits vor rund einem Jahr angekündigt. Seither wurde viel spekuliert, wenig konkretisiert. Im Herbst übernahm Daniel Fellner die SPÖ-Parteiführung in Kärnten, ein klares Signal für die Nachfolge. Mit 7. April soll Fellner offiziell zum neuen Landeshauptmann im Landtag gewählt und am 8. April vom Bundespräsiden angelobt werden. Kaiser beendet damit eine lange politische Ära und tritt in den Ruhestand.

Letzter Arbeitstag: 31. März

„Der 31. März wird mein letzter Arbeitstag sein“, erklärte Kaiser am Donnerstag im Spiegelsaal der Landesregierung. Mit Ende März scheidet Kaiser aus dem Amt, am 7. April soll Fellner im Landtag gewählt werden. 13 Jahre an der Spitze des Landes, eine Zeit, die Spuren hinterlässt, resümiert Kaiser.  „Diese 13 Jahre haben mich sehr geprägt“, sagt Kaiser. Exakt 4.751 Tage war er Landeshauptmann, damit liegt er in der historischen Reihung an dritter Stelle der längsten Amtsperioden. Rund 20.000 Termine habe er in dieser Funktion wahrgenommen. 8.957 Beschlüsse wurden in seiner Amtszeit gefasst. Zwei Regierungssitzungen stehen noch aus und ein sportliches Ziel: „Ich muss gestehen, ich bin ambitioniert geworden. Bis zum 31. März soll vorne eine 9 stehen.“

Teamarbeit und Selbstkritik

Kaiser blickt nicht nur stolz zurück. Er spricht auch offen über Fehler. „Wir sieben haben stets das gemeinsame Ziel gehabt, die Landesregierung und das Land voranzubringen“, betont er mit Blick auf sein Regierungsteam. Gleichzeitig räumt er ein: „Natürlich sind Fehler passiert. Wichtig ist, dass man einen Fehler nicht zwei Mal macht.“ Geschlossenheit sei ihm immer wichtig gewesen, innerhalb der SPÖ, aber auch in der Koalition. Die vergangenen Tage, in denen Details des Übergangs vorzeitig publik wurden, hätten gezeigt, wie sensibel politische Abläufe sein können. Besonders stolz zeigt sich Kaiser über die internationale Vernetzung des Landes. Kärnten sei sichtbar positioniert worden, wirtschaftlich wie politisch. Für die Zukunft äußert er volles Vertrauen in seinen designierten Nachfolger Daniel Fellner sowie in Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP). „Ich bin überzeugt, dass Kärnten weiterhin nachhaltig verbessert wird.“

Gruber dankt: Kritik an Berichterstattung

Martin Gruber bedankt sich ausdrücklich für die Zusammenarbeit seit 2018. Damals sei gemeinsam das Fundament für eine stabile Regierung gelegt worden. Seither habe man „überaus erfolgreich“ zusammengearbeitet. Kritisch äußert er sich zur jüngsten Berichterstattung rund um durchgesickerte Informationen: Kein einziges der kolportierten Details sei von Regierungsseite offiziell bestätigt worden.

Fellner kämpft mit den Tränen

Sichtlich bewegt zeigt sich Daniel Fellner. Mehrfach ringt er um Fassung, als er sich bei Peter Kaiser bedankt. Zum Abschluss richtet er persönliche Worte an den scheidenden Landeshauptmann: „Wir sind uns nie auf Augenhöhe begegnet, ich habe immer zu dir hinaufgesehen.“ Am 7. April soll Fellner nun offiziell die Verantwortung übernehmen. Für Kärnten beginnt damit ein neues politisches Kapitel, nach 4.751 Tagen Kaiser.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 26.02.2026 um 13:56 Uhr aktualisiert
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