Skip to content
/ ©Fotomontage Canva / Pixabay / Rita Bolesch
Das Bild zeigt Rita B. und ein Flugzeug auf 5min.at.
„Die Preise finde ich eine absolute Frechheit", erklärt die Kärntnerin gegenüber 5 Minuten.

4.000 Euro für einen Flug: Kärntnerin steckt im Urlaubsparadies fest

Kein Heimflug in Sicht: Die Kärntnerin Rita Bolesch und ihr Partner stecken wegen des eskalierten Nahost-Konflikts in Sri Lanka fest – und die Flugpreise explodieren.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
2 Minuten Lesezeit(456 Wörter)

Der eskalierte Krieg im Nahen Osten hat vor allem Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr. Auch die Kärntner Influencerin Rita Bolesch, auf Instagram bekannt als „ritabeatrice“, ist davon betroffen. Seit Mitte Februar befindet sie sich mit ihrem Partner in Sri Lanka. Gestern hätte die Abreise stattfinden sollen, doch bislang ist keine Heimreise möglich „Wir wären gestern abgereist und heute heimgekommen. Wann wir jedoch wirklich heimkommen, ist unklar“, erklärt sie gegenüber 5 Minuten.

„Es gibt aktuell keine freien Flüge mehr“

Direktflüge sind erst ab Ende nächster Woche verfügbar, die Preise für Flüge mit Zwischenstopps sind laut der Kärntnerin extrem hoch – Economy-Tickets nach Europa kosten teilweise tausende Euro, mit Reisezeiten von 35 bis 65 Stunden und langen Layovers. „Wir haben versucht, Flüge zu buchen, da wir nach Hause wollen. Sobald man jedoch auf die direkte Buchungsplattform gelangt, ist alles ausgebucht oder nicht mehr verfügbar. Ebenso haben wir versucht, den Kundenservice von flydubai zu erreichen, aber es ist schlichtweg unmöglich. Zwar haben sie uns per E-Mail die Option geschickt, einen anderen Flug kostenlos zu buchen, aber das sind reguläre flydubai-Flüge über Dubai, die im Flugplan stehen, aber nicht stattfinden. Es wird einfach immer wieder gecancelt“, erklärt Bolesch. Auch Optionen über Singapur oder Bangkok sind ausgebucht.

Rita Bolesch und ihr Partner hatten vor einigen Tagen noch Grund zu lachen, nun stecken sie fest.
©Rita Bolesch
Rita Bolesch und ihr Partner stecken in Sri Lanka fest.

Benzin geht aus?

Seit gestern herrscht auf der Insel zudem enorme Nachfrage nach Benzin, und Einheimische stehen stundenlang mit Mopeds und Tuk-Tuks an Tankstellen an. „Es besteht der Glaube, dass aufgrund der Nahost-Situation das Gas ausgeht. Heute Früh war die Tankstelle bereits leer, und es wurde stundenlang auf den Tankwagen gewartet“, fügt Rita B. hinzu. „Wir haben gestern auch mit dem Außenministerium telefoniert. Sie konnten uns nicht wirklich weiterhelfen, da niemand weiß, wie lange die Situation anhalten wird. Sie haben jedoch klar gemacht, dass der Nahe Osten auch in nächster Zeit keine Option für einen Rückflug sein wird.“ Bolesch kritisiert die hohen Preise: „Die Preise finde ich eine absolute Frechheit. Dass die Airlines die Notsituation dermaßen ausnutzen, ist wirklich schockierend. Ja, Angebot und Nachfrage – klar. Aber bei Preisen um die 4000 Euro für einen Direktflug und 1200 Euro für mehrere Zwischenstopps und eine mühsame Anreise über mehrere Ecken ist das Wahnsinn.“

Das Bild zeigt einen Flugpreis auf 5min.at.
©Screenshot/Google
Ein Beispiel zeigt – sogar bis zu 10.000 Euro werden für Flüge verlangt.

Wie es weitergeht, bleibt unklar

Sie fügt abschließend hinzu: „Ich genieße das Paradies, keine Frage – aber zu wissen, dass es momentan keinen Weg nach Hause gibt, außer man verkauft eine Niere, ist schon bedrückend.“ Auch der Plan, über die nahegelegenen Malediven nach Europa zu fliegen, ist gescheitert. Wie es für die beiden Kärntner im Urlaubsparadies Sri Lanka weitergeht, bleibt vorerst unklar.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.03.2026 um 10:37 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes