Skip to content
/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt zwei Pensionisten, die gerade einen Brief oder dergleichen schreiben, daneben ein Laptop und im Vordergrund eine Hand mit Geld.
In Kärntens Briefkästen landen derzeit Briefe, die 2.500 Euro monatlich als Zusatzrente versprechen.

2.500 Euro Zusatz-Pension? Dubiose Post in Kärntner Briefkästen

In Kärnten flattern derzeit vermehrt Briefe in Postkästen. Diese versprechen eine Zusatzpension von über 2.500 Euro im Monat...

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
1 Minute Lesezeit(246 Wörter)

Manche Schreiben schauen auf den ersten Blick nach einem wahren Glücksfall aus. So flattern derzeit auch viele Briefe in die Postkästen der Kärntner. So soll man ausgewählt worden sein, monatlich für fünf Jahre 2.500 Euro steuerfrei als Zusatzpension zu bekommen. Doch wie so oft trügt auch hier der Schein.

2.500 Euro monatlich

Als Teil eines „Kreises der Auserwählten“ winken demnach steuerfreie 2.500 Euro monatlich für fünf Jahre. „Mit solchen unseriösen Versprechen wird gezielt mit der Hoffnung der Menschen gespielt. Hinter den Briefen steckt oft reine Abzocke“, warnt AK-Präsident Günther Goach. Denn man soll eine kostenlose 0800-Nummer anrufen, um die Chance auf diese Zusatz-Pension zu erhalten. Zahlreiche Rezensionschreibende, die bereits ähnliche Post von einem deutschen Anbieter erhalten haben, berichten von dubiosen Geschäftspraktiken.

Bist du schon in Pension?

Nein, ich stehe erst am Anfang meiner Karriereleiter.
Nein, ein paar Jährchen habe ich noch vor mir.
Ich bin in den nächsten Monaten pensionsberechtigt.
Seit kurzem.
Schon lange!

Ältere Menschen geraten ins Visier

„Betroffene berichten, dass bei einem Rückruf statt der versprochenen Auszahlung oder Gewinnübergabe kostenpflichtige Angebote, Abonnements oder Lotterieverträge beworben werden. Zudem wird teils massiver Druck aufgebaut, persönliche Daten preiszugeben“, erklärt Stephan Achernig, Leiter des AK-Konsumentenschutzes, und appelliert: „Vor allem ältere Menschen geraten ins Visier solcher dubiosen Methoden. Wir empfehlen daher dringend, im Familienkreis über diese Vorgehensweisen zu sprechen und das persönliche Umfeld zu sensibilisieren.“ Goach betont: „Unser besonderer Dank gilt jenen aufmerksamen Konsumentinnen und Konsumenten, die uns solche Briefe melden. Nur durch schnelle Hinweise können wir frühzeitig warnen und verhindern, dass Schaden entsteht.“

So schützt du dich vor dieser Falle:

  • Angebot kritisch hinterfragen: Warum sollte eine unbekannte Organisation plötzlich eine sechsstellige Summe auszahlen?
  • Keine sensiblen Daten am Telefon: Niemals Kontodaten, Passwörter, Sozialversicherungsnummern oder Kopien von Lichtbildausweisen herausgeben – weder am Telefon noch per E-Mail oder über einen Link.
  • Vorsicht bei „offiziellen“ Nummern: Auch eine 0800-Hotline ist kein Garant für Seriosität. Betrüger können Nummern technisch manipulieren (Spoofing).
  • Nichts unterschreiben, nichts überweisen: Niemals „Vorauszahlungen“ für Bearbeitungsgebühren oder Steuern leisten.
  • Was tun, wenn man bereits Geld überwiesen hat? Kontakt mit Bank aufnehmen, um etwaige Zahlungen zu stoppen, Anzeige bei Polizei erstatten und den AK-Konsumentenschutz telefonisch unter 0504772002 oder per Mail an
    konsument@akktn.at

(Quelle Arbeiterkammer Kärnten)

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes