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/ ©Helge Bauer
Das Bild auf 5min.at zeigt Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, Elisabeth Rothmüller-Jannach, WK-Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, Aleksander Gerbec (ECUBES), Judith Neyer (BMVET) und Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik in der WK Kärnten.
Kürzlich fand im Lakeside Park in Klagenfurt der 4. Kärntner Wasserstoffgipfel statt.

Gipfel über Ausbau von „grünem Wasserstoff“ in Kärnten

Im Lakeside Park diskutierten mehr als 180 hochkarätige Teilnehmer, wie sich Kärnten weiterhin als attraktiver Standort für die Wasserstoffwirtschaft positioniert.

von Marlene Dorfer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Marlene Dorfer.
2 Minuten Lesezeit(319 Wörter)

Beim 4. Kärntner Wasserstoffgipfel im Lakeside Park wurde deutlich: Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Energie- und Industrietransformation. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten, wie der Hochlauf so gestaltet werden kann, dass Industrie, Standort und Klimaziele gleichermaßen profitieren.

99 Prozent kommen aus Erdgas

Die österreichische Wirtschaft benötigt jährlich rund 133.000 Tonnen Wasserstoff (4,5 TWh). Derzeit stammen jedoch 99 Prozent aus Erdgas – und sind damit nur zu einem Prozent grün. Eine Tonne fossiler Wasserstoff verursacht rund zwölf Tonnen CO2. Der Ausbau von grünem Wasserstoff sei daher entscheidend, um Emissionen zu senken, Strafzahlungen zu vermeiden und die heimische Energieversorgung abzusichern. Für eine erfolgreiche Umsetzung brauche es laut Experten vor allem ein Wasserstoff-Startnetz für Industrie und Logistik sowie eine Anschubfinanzierung durch den Bund. Gleichzeitig werden die Technologien – ähnlich wie bei der Photovoltaik – laufend effizienter und wirtschaftlich konkurrenzfähiger.

Emissionen sollen gesenkt werden

Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig betonte die strategische Bedeutung: „Durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff als Energieträger und Treibstoff können Emissionen in Industrie und Mobilität erheblich gesenkt werden. Dadurch verringert sich unsere Abhängigkeit von fossilen Importen und durch die heimische Produktion von Wasserstoff entsteht bedeutende Wertschöpfung.“

Fünf Pilotprojekte nach Kärnten geholt

Im Rahmen des Projekts  „Hydrogen Industrial Inland Valley“ (HI2 Valley) konnten bereits fünf Pilotprojekte mit einem Investitionsvolumen von 54 Millionen Euro nach Kärnten geholt werden. Zusätzlich stellt das Land heuer ein Impulsbudget von einer Million Euro für innovative Wasserstoffprojekte bereit. Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten, unterstrich die Bedeutung für den Standort: „Wasserstoff ist ein zentrales Zukunftsthema für unsere Industrie. Wer energieintensive Produktion in Österreich halten will, braucht eine funktionierende Infrastruktur und klare Rahmenbedingungen. Grüner Wasserstoff stärkt Wertschöpfung und Versorgungssicherheit gleichermaßen.“ Mit rund 180 Teilnehmern verzeichnete der Gipfel eine Rekordbeteiligung, heißt es abschließend.

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