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/ ©Privatbrauerei Hirt
Bild auf 5min.atz zeigt die Generation der Familie Hirt
Seit 180 Jahren ist die Brauerei Hirt in Familienhänden.

Seit 180 Jahren in Familienhand: Bier aus Hirt

Wow: Eine Kärntner Brauerei feiert heuer ein besonderes Jubiläum. Denn die Privatbrauerei Hirt gibt es bald seit 180 Jahren.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
2 Minuten Lesezeit(447 Wörter)

Die Brauerei Hirt wurde bereits im Jahr 1270 gegründet. Damit wird dort seit über 755 Jahren Bier gebraut. Ein wichtiger Teil der Firmengeschichte ist der Familienbesitz: Seit 1846 gehört die Brauerei durchgehend derselben Familie. Im aktuellen Jahr 2026 feiert das Unternehmen somit das 180-jährige Jubiläum in Familienhand.

In der Brauwelt eine Besonderheit

„Familienbesitz bedeutet für uns nicht nur Eigentum, sondern vor allem Verantwortung“, sagt Niki Riegler, Eigentümer und Geschäftsführer der PrivatbrauereiHirt. „Wir treffen Entscheidungen so, dass sie auch in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch richtig sind. Diese Haltung braucht Zeit – und genau diese Zeit nehmen wir uns bewusst.“ Dass die Privatbrauerei Hirt seit 180 Jahren familiengeführt ist, ist in der heutigen Brauwelt eine Besonderheit.

Bild auf 5min.at zeigt die Brauerei Hirt
©Privatbrauerei Hirt
Die Brauerei in Hirt.

Die Geschichte

Ein prägendes Kapitel dieser Entwicklung ist untrennbar mit Astrid Matchett-Krenn verbunden. Sie erbte die Privatbrauerei Hirt 1959 im Alter von acht Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter Nelly Möller. In den darauffolgenden Jahrzehnten, zwischen 1960 und 1990, stand das Unternehmen unter erfolgreicher Leitung von Nelly Möller mit maßgeblicher Unterstützung ihres Bruders Heinrich Englert. Ab 1990 übernahm Astrid Matchett-Krenn schließlich offiziell die Geschäftsführung und entwickelte die Traditionsbrauerei zu einer der bekanntesten Privatbrauereien Österreichs. Unter ihrer Verantwortung wurden Marke, Vertrieb und Internationalisierung konsequent ausgebaut, Exportmärkte wie Italien, Kroatien, Slowenien und die USA erschlossen und die Qualitätsstrategie weiter geschärft. 2012 übergab sie die operative Verantwortung an ihren Sohn Niki Riegler, der die Privatbrauerei Hirt seither gemeinsam mit seinem Onkel Dr. Klaus Möller führt. „In einer Brauerei mit dieser Geschichte übernimmt man kein Unternehmen – man übernimmt Verantwortung für etwas Gewachsenes“, betont Niki Riegler. „Unsere Aufgabe ist es, Bewährtes zu bewahren und gleichzeitig mutig weiterzudenken.“

Tief in Kärnten verwurzelt

Die Privatbrauerei Hirt ist tief in Kärnten verwurzelt. Bio-Gerste von eigenen Feldern sowie Kärntner Gerste von regionalen Kooperationspartnern fließen teils in ausgewählte Hirter Biere ein. Historisch war die Privatbrauerei Hirt stets mehr als nur eine Brauerei: Landwirtschaft, Gastronomie und Braukunst waren und sind eng miteinander verbunden. Diese Struktur wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt und professionalisiert – und prägt die familiengeführte Traditionsbrauerei bis heute.

Die Menschen hinter dem Bier

Ein Familienbetrieb lebt von den Menschen, die ihn tragen. In der Privatbrauerei Hirt bedeutet das: Wissen, Werte und Verantwortung werden nicht nur innerhalb der Familie weitergegeben, sondern im gesamten Team. Über Generationen hinweg ist so ein lebendiger Erfahrungsschatz entstanden – vom Braumeister über Produktion bis Verwaltung und Vertrieb. „Was unsere Biere besonders macht, sind nicht nur Rohstoffe und Prozesse, sondern vor allem die Menschen dahinter“, betont Niki Riegler. „Viele begleiten uns seit Jahrzehnten. Dieses Wissen und diese Identifikation sind durch nichts zu ersetzen.“

Kärntner Brauerein im Überblick:

  1. Hirt: Wie du schon weißt, wird hier alles in Hirt produziert – mit eigenem Bergquellwasser.

  2. Wimitzbräu: Gebraut im Wimitzgraben (Frauenstein), konsequent Bio und regional.

  3. Loncium (Kötschach-Mauthen): Ein echtes Kärntner Aushängeschild in Sachen Craft-Beer und Qualität.

  4. Schleppe (Klagenfurt): Hier wird zwar noch in Klagenfurt gebraut, aber die Brauerei gehört (wie Villacher) zur Brau Union/Heineken-Gruppe. Die Produktion ist dort deutlich kleiner als früher.

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