200 VIPs beim Abschied eines Großen
13 Jahre lang war Peter Kaiser (67) Landeshauptmann von Kärnten. Kaiser war zeit seiner Amtszeit mit einer Fülle von Herausforderungen konfrontiert, vom HCB-Skandal über die Hypo/Heta-Krise bis zu Corona und Migration.
Dienstag. 31. März 2026 um 17 Uhr, das ist der Termin, der das Ende dieser seiner Ära markiert. Vor diesem Rücktritt stand aber eine Huldigung, wie sie in der carinthanischen Geschichte auch selten war. So gut wie jede und jeder, die oder der im öffentlichen, kulturellen, sportlichen oder politischen Leben stand oder steht, verabschiedete sich bei Kaisers „Schinkenfleckerl-Party“ im Klagenfurt Konzerthaus. Es werden schon an die 200 VIPs gewesen sein, die dem abtretenden LH hier ihre Aufwartung machten. 5 Minuten hat die besten Fotos von der Veranstaltung, die unter dem Motto stand „Sag zum Abschied leise Servus.“
Kaiser debütierte als Sänger mit eigenem Liedtext
Die Veranstaltung wird von Landeshauptmann StellvertreterinGaby Schaunig moderiert. Der Chor „Die Rosentaler“ umrahmt die Veranstaltung musikalisch, auch mit slowenischen Liedern. Auch viele freiheitliche Politiker waren dabei. Etwa Erwin Angerer, Max Linder, Christian Ragger und weitere. Auch drei ÖVP -Obmänner waren dabei. Christian Zernatto, Gabriel Obernosterer und Christian Benger. Alt-LH Peter Ambrozy hielt eine Laudatio und Alt-Bundespräsident Heinz Fischer ließ Videobotschaften zukommen. Dann ging Peter Kaiser auf die Bühne. „Das Gemeinsame, das Miteinander sind unabdingbar. Wir brauchen in Europa aber auch eine gemeinsame Außen-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik“, so der scheidende Landeshauptmann in seiner Rede. Kaiser dankte auch allen politischen Mitwirkenden, allen Mitarbeitern und widmete seinen letzten Gedanken seiner Mutter. Kaiser debütierte auch als Sänger. Er gab die Steuerberg-Hymne vom Besten. Mit einem Text von ihm, geschrieben in Jugendtagen. Nach der Veranstaltung gibt’s Schinkenfleckerln für alle.
Gruber (ÖVP) wünscht „alles erdenklich Gute“
Zum Ende der Amtszeit von Peter Kaiser (SPÖ) schlägt die ÖVP versöhnliche Töne an und stellt den Dank für seine langjährige Arbeit in den Mittelpunkt. Landesparteiobmann Martin Gruber betont dabei vor allem die Handschlagqualität und das gegenseitige Vertrauen: „Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe war stets von Respekt geprägt“, so Gruber, der Kaiser für seinen unermüdlichen Einsatz für das Land dankt und ihm für den neuen Lebensabschnitt „alles erdenklich Gute“ wünscht. „Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank“, heißt es.
Bürgermeister Scheider: „Eine politische Ära geht zu Ende“
Bürgermeister Christian Scheider würdigte Peter Kaiser zum Abschied als einen verbindenden und lösungsorientierten Politiker mit echter Handschlagqualität. Er bedankte sich für die jahrzehntelange, von Fairness und Respekt geprägte Zusammenarbeit und wünschte ihm für die „neue Ära“ nach der politischen Bühne vor allem Gesundheit und Freude. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung überreichte Scheider ein Aquarell des Klagenfurter Strandbads – einem erklärten Lieblingsplatz des scheidenden Landeshauptmanns, an dem man ihn künftig wohl öfter privat antreffen wird, heißt es in einer aktuellen Aussendung.
Olga Voglauer (Grüne) lobt Kaisers „Politik mit Haltung“
Zum Abschied von Landeshauptmann Peter Kaiser findet auch die Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten Olga Voglauer anerkennende Worte. Sie würdigt seine Ära als eine Zeit der Besonnenheit und des Verantwortungsbewusstseins. Kaiser habe bewiesen, dass zukunftsorientierte Politik auch ohne Populismus gelingen kann. Besonders sein wertschätzender Umgang und das Bestreben, stets das Gespräch vor den Konflikt zu stellen, hätten dem Bundesland Kärnten/Koroška nachhaltig gutgetan. „Er hat in schwierigen Zeiten mit viel Ruhe und Klarheit gehandelt“, so Voglauer abschließend.