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Symbolfoto von 5min.at: Nahaufnahme von einem Polizeiwappen an einer Uniform.
2025 wurden in Kärnten insgesamt 25.532 Straftaten angezeigt.

Polizei zieht Bilanz: Weniger Internetbetrug, aber mehr Gewaltdelikte

Eine Bilanz der Landespolizeidirektion Kärnten zeigt, dass die Internetkriminalität 2025 leicht abnahm. Gewalttaten stiegen hingegen an. Die Stichwaffe blieb das häufigste Tatmittel.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(371 Wörter)
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In Kärnten ist die Zahl der angezeigten Straftaten 2025 deutlich gesunken. Laut aktueller Bilanz der Landespolizeidirektion wurden 25.532 Delikte gemeldet – ein Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Zudem blicken die Beamten auf ein Jahr mit stabiler Aufklärungsarbeit zurück: 61,3 Prozent aller Straftaten wurden 2025 aufgeklärt. Insgesamt konnten 18.429 Tatverdächtige ausgeforscht werden. Sowohl bei ausländischen als auch bei österreichischen Tatverdächtigen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Internetkriminalität sinkt

Abgenommen hat auch die Internetkriminalität in Kärnten. „Wurden 2024 noch 3.100 Fälle erfasst wurden, waren es 2025 insgesamt 3.034“, so die Exekutive. Ein Minus von 2,1 Prozent. So sanken unter anderem die Zahl der Internet-Erpressungen sowie -betrugsfälle. Anzeigen wegen Cybercrime, bei denen IT-Systeme selbst das Ziel des Angriffs werden, sind wiederum deutlich gestiegen – und zwar um 23 Prozent.

Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Ein Mann sitzt vor einem PC und tippt auf seinem Handy
©Jonas Leupe / Unsplash
Mehr Hacker sind in Kärnten zugange.

Mehr Gewaltdelikte im Land

Zudem meldet die Polizei einen leichten Zuwachs in Zusammenhang mit Gewaltdelikten. 2025 wurden insgesamt 4.345 Anzeigen und damit um 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr verzeichnet. „Bei 61,2 Prozent der angezeigten Gewaltdelikte bestand ein Bekanntschaftsverhältnis, was insgesamt 2.885 Tatverdächtigen-Opfer-Beziehungen entspricht“, stellen die Beamten klar. Auch im Jahr 2025 blieb die Stichwaffe das am häufigsten eingesetzte Tatmittel. Besonders tragisch war das Messer-Attentat in Villach, bei dem ein 14-Jähriger sein Leben verlor.

Bild auf 5min.at zeigt Tauerkerzen in Villach
©5 Minuten
Auch der Polizei sitzt das Villach-Attentat noch in den Knochen.

In Kärnten wird öfter eingebrochen

Die Zahl der Raubdelikte in Kärnten ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen: 64 Fälle wurden angezeigt, das sind 8,6 Prozent weniger als 2024. Mehr als die Hälfte der Überfälle ereignete sich an öffentlichen Orten. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Einbrüche in Wohnräume – laut Polizei um 6,2 Prozent. 165 Einbrüche wurden vollendet, in 128 Fällen blieb es beim Versuch. Einen Rückgang verzeichnete man hingegen bei Diebstählen: Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl der angezeigten Fälle um 5,8 Prozent. Zudem wurden 3.387 Anzeigen wegen Betrugs erstattet. Einen Anstieg um 112 Prozent (!) gab es speziell im Bereich des Sozialleistungsbetrugs. Auch die Anzeigen aufgrund von Trickbetrug stiegen um 10,8 Prozent.

Weniger Drogendelikte und Schlepperei

2025 wurden laut Landespolizeidirektion 2.335 Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz angezeigt. Das sind um 341 weniger als im Jahr zuvor – ein Minus von 12,7 Prozent. Ein deutlicher Rückgang ist außerdem im Bereich der Schlepperei zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr fiel die Zahl von 54 auf acht Anzeigen.

Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Joint
©fotolia
Die Kärntner Polizei verzeichnete 2025 weniger Anzeigen im Zusammenhang mit Drogen.
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