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Das Bild auf 5min.at zeigt Marika Lagger-Pöllinger.
Marika Lagger-Pöllinger geht in die Landesregierung.

Bürgermeisterin geht neue Wege: „Diese Chance möchte ich wahrnehmen“

Marika Lagger-Pöllinger schlägt ein neues Kapitel auf. Nach elf Jahren an der Spitze der Gemeinde Lendorf zieht es sie nun die Landesregierung. Wir haben mit ihr über diese schwere Entscheidung gesprochen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(474 Wörter)
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Bürgermeisterinnen sind in Kärnten Mangelware. Nur zehn von 132 Gemeinden steht laut einem Ranking des Österreichischen Gemeindebunds eine Frau vor. Und schon bald wird es noch eine weniger sein. Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ), die seit 2015 das Bürgermeisteramt in Lendorf innehatte, hat am 1. April 2026 ihren Rücktritt eingereicht. Die 56-Jährige zieht sich jedoch nicht aus der Politik zurück, sondern wird Teil der neuen Landesregierung rund um den designierten neuen Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ). Im 5-Minuten-Interview schildert sie ihre Beweggründe für eine Entscheidung, die ihr nicht leichtgefallen ist.

Von der Bürgermeisterin zur Landesrätin

Elf Jahre lang stand Lagger-Pöllinger der Gemeinde Lendorf im Bezirk Spittal an der Drau vor, in Zukunft wird sie als Landesrätin für Gemeinden, Frauen, Umwelt, Klimaschutz sowie Wasserwirtschaft und Gleichstellung tätig sein. „Diese Entscheidung ist mir sehr sehr schwergefallen, weil ich wirklich von Herzen gerne Bürgermeisterin bin – oder war“, erklärt die SPÖ-Politikerin gegenüber 5 Minuten. Warum sie sich dennoch für den Gang in die Landesregierung entschieden hat? Sie sieht die Gelegenheit, auf Regierungsebene für Menschen in Kärnten arbeiten zu dürfen, als „einmalige Chance“. Vor allem die Bereiche Gemeinden, Frauen und Gleichstellung bezeichnet Lagger-Pöllinger als „Herzensanliegen“. „Diese Chance möchte ich einfach wahrnehmen“, führt sie weiter aus.

Lagger-Pöllinger will „Gutes hinterlassen in der Welt“

Politisch ist die 56-Jährige nicht nur als Bürgermeisterin aktiv, seit Oktober 2025 ist sie außerdem die dritte Präsidentin des Kärntner Landtags. Hinter all ihren politischen Funktionen und Entscheidungen steht eine klare Motivation, wie sie erklärt: „Mein innerer Antrieb, auch diesen politischen Weg zu gehen, war und wird auch immer bleiben, einfach irgendetwas Gutes zu hinterlassen in der Welt.“ In diesem Zusammenhang betont sie vor allem, wie wichtig ihr ein wertschätzender Umgang in der Politik sei, auch über Parteigrenzen hinaus: „Unterschiedliche Meinungen zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass man sich beleidigen muss oder Untergriffigkeiten austeilen muss.“

„Mehr Miteinander“

Auf die Frage, was sie sich persönlich in Zukunft von der Kärntner Politik wünschen würde, hat sie dementsprechend eine klare Antwort: „Ich würd mir wünschen, dass wir mehr Miteinander haben in der Politik, dass es mehr um die Sachlichkeit geht.“ Als Beispiel nennt sie die aufgeheizte aktuelle Debatte rund um das Social-Media-Verbot, das vor Kurzem für Unter-14-Jährige in Österreich beschlossen wurde. Vielen, die „laut dagegen schimpfen“, würde es hier laut Lagger-Pöllinger nicht um die Sache an sich und um die Kinder gehen, sondern darum, politisches Kleingeld zu sammeln. Doch auch eine Stärkung von Frauen in der Politik ist der Kärntnerin ein Anliegen. Hier will sie als Vorbild dienen und Frauen dazu motivieren, mutig zu sein und einen politischen Weg einzuschlagen.

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