Skip to content
/ ©zVg
Das Bild auf 5min.at zeigt Raphael Dionisio.
Berufsschul-Landessprecher Raphael Dionisio möchte eine verpflichtende Aufklärung zum Thema Stammzellspende in Kärntens Schulen verankern.

Verpflichtende Aufklärung: Kärntner Schüler sollen Leben retten helfen

Eine Stammzellspende kann Leben retten. Kärntner Schüler sollen künftig verstärkt über dieses wichtige Thema aufgeklärt werden – verpflichtend, wenn es nach Berufsschul-Landessprecher Raphael Dionisio geht.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(368 Wörter)

In Kärntner Schulen soll künftig zu einem wichtigen Thema aufgeklärt werden: nämlich zur Stammzellspende. Die Kärntner Landesschülervertretung möchte erreichen, dass Jugendliche ab der 10. Schulstufe verpflichtend darüber aufgeklärt werden – und sich im besten Fall sogar typisieren lassen. Der Antrag dazu wurde vom Landesschulsprecher der Berufsschulen, Raphael Dionisio, beim Schülerparlament eingereicht.

Aufklärung soll Pflicht werden

Konkret werden im Antrag drei Dinge gefordert: Alle Jugendlichen ab der 10. Schulstufe sollen verständlich über Stammzellspenden informiert werden. Dabei soll vermittelt werden, was eine Stammzellspende überhaupt ist, wie eine Typisierung funktioniert und welche Risiken es gibt. Weiters soll die Bildungsdirektion Kärnten enger mit der Organisation „Geben für Leben“ zusammenarbeiten und Workshops an Schulen ermöglichen. Als dritter Punkt wird gefordert, dass Schulen jedes Jahr freiwillige Typisierungsaktionen anbieten sollen. Bei Nicht-Teilnahme sollen den Schülerinnen und Schülern jedoch keine Nachteile entstehen. Der Gedanke dahinter: Wer versteht, worum es geht, kann sich bewusst entscheiden – und vielleicht irgendwann jemandem das Leben retten.

Hast du schon einmal Stammzellen gespendet?

Ja, ich habe bereits Stammzellen gespendet
Nein, aber ich habe mich registrieren lassen, um im Fall der Fälle helfen zu können
Ich habe darüber nachgedacht, aber noch nicht entschieden
Nein, ich habe noch nie Stammzellen gespendet

Gesundheitstag im April

Ganz neu ist das Thema an Kärntens Schulen nicht. Heuer gab es bereits mehrere Typisierungsaktionen, etwa an der HTL Ferlach (23. Jänner), im HQuadrat Wolfsberg (28. Jänner) oder an der HLW Caritas in Klagenfurt (18. Feber). Jetzt soll das Ganze aber größer werden: Am 9. April fällt an der Fachberufsschule St. Veit der offizielle Startschuss für eine landesweite Kooperation der Landesschülervertretung mit „Geben für Leben“. Geplant ist dort nicht nur eine Typisierungsaktion, sondern auch ein ganzer Gesundheitstag rund um das Thema. Weitere Termine – etwa am BRG und der HTL Mössinger am 17. April – sind bereits fix, andere in Planung.

Darum ist Aufklärung wichtig

Bei vielen schweren Krankheiten wie Leukämie sind Stammzellspenden oft die einzige Chance auf Heilung. Das Problem: Passende Spender sind selten. Genau hier setzt das Aufklärungsprojekt an. Denn: Nirgendwo erreicht man so viele junge, gesunde Menschen auf einmal. Dionisio erklärt es folgendermaßen: „Die Schule ist der Ort, an dem man wirklich alle Jugendlichen auf einmal erreichen kann also sollten wir genau da ansetzen und über solche Möglichkeiten aufklären, denn Leben retten beginnt im Klassenzimmer.“

Typisierungsaktion in St. Veit:

  • Wann: 9. April 2026, 9 bis 12 Uhr
  • Wo: Fachberufsschule St. Veit an der Glan
    Dr.-Arthur-Lemisch-Straße 5, 9300
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Artikel zum Thema:
Mehr Interessantes