Liveticker: Kärnten hat einen neuen Landeshauptmann
Am heutigen Dienstag (7. April) wählt der Landtag Daniel Fellner zum neuen Kärntner Landeshauptmann. Wir haben die wichtigsten Infos im Liveticker für euch.
Ab 10 Uhr wird heute, am 7. April 2026, in Kärnten politische Geschichte geschrieben. In der Landtagssitzung wird Daniel Fellner (SPÖ) zum neuen Landeshauptmann gewählt werden. Aufgrund der SPÖ/ÖVP-Koalition kann die Wahl Fellners schon vorab als gesichert betrachtet werden, zumal es nicht einmal einen Gegenkandidaten gibt. Die Funktion als Landeshauptmann soll er voraussichtlich bis zu den regulären Landtagswahlen 2027 behalten. Er folgt damit dem langjährigen Landeshauptmann Peter Kaiser nach, der Ende März nach 13 Jahren an der Spitze des Landes zurückgetreten ist.
Weitere Neuerungen in Kärntens Politlandschaft
Doch die Wahl Fellners ist nicht die einzige politische Änderung, die heute vonstatten gehen wird. Nach der Landeshauptmannwahl wird die ehemalige Lendorfer Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger zur neuen SPÖ-Landesrätin gewählt werden. Außerdem werden ein neuer dritter Landtagspräsident sowie eine neue Abgeordnete bestimmt. In unserem Liveticker bist du über die aktuellen Entwicklungen sofort informiert.
Liveticker
Hier endet der Liveticker
Das waren die wichtigsten Infos rund um die Wahl des neuen Kärntner Landeshauptmanns.
„Die beste Zeit Kärntens liegt vor uns“
Zum Schluss seiner etwas zu pathetischen Rede ruft der neue Landeshauptmann auf: „Die beste Zeit Kärntens liegt vor uns. Gestalten wir sie gemeinsam, dazu lade ich alle ein.“
„Slowenisch ist ein Gewinn für Kärnten“
Nun das Thema slowenische Volksgruppe: Fellner spricht Slowenisch und sagt in dieser Sprache „Slowenisch ist ein Gewinn für Kärnten“. Und wir seien doch alle eins, Kärntnerinnen und Kärntner.
„Altersarmut ist eine Demütigung“
Ganz klar die Ansage Fellners beim Thema Senioren: „Altersarmut ist eine Demütigung, der wir entschieden entgegen treten müssen.“ Auch bei der Dgitalisierung müsse es möglich sein, ohne Dutzende Apps zu führen.
„In Kärnten wird niemand zurückgelassen“
Bis hin zu den Älteren und Schwächeren. „In Kärnten wird niemand zurückgelassen. Sorgen wir dafür, dass die Pflege von Armen und Kranken mehr ist, als nur ein anerkannter Beruf. Es darf kein Businessmodell sein, es ist eine Frage des Anstands. Kein Gewinn mit der Pflege, sondern Pflege als Gewinn für die Menschen!“
Fellner ruft zum Frühjahrsputz
Daniel Fellner will auch einen „Frühjahrsputz in allen Verordnungen, Verfahren und Gesetzen.“ Und dann zur Koralmbahn: „Kärnten ist nun Drehscheibe, nutzen wir es mit Kreativität, Fleiß und ehrlicher Arbeit.“ Die Natur sollten wir aber „nutzen und nicht ausnutzen“, sagt Fellner.
Jugend hat es nicht leicht
Dann folgt die Jugend. „Heute vergleicht man sich nicht mehr im Pausenhof, sondern im gesamten Internet.“ Die Jugend habe es heute nicht leichter als die Jugend zuvor.
Klare Ansage
Die Regierungserklärung Fellners ist anfangs geprägt von der Betonung der Bedeutung der Frauen. Von gleichem Lohn für gleiche Arbeit bis zum Schutz vor Gewalt reicht dabei das Spektrum. „Wer glaubt, er kann zu uns kommen und Lebensformen einführen, die unseren widersprechen, hat hier keinen Platz!“
„Lottosechser“
Fellner betont gleich anfangs die Bedeutung der Kärntner Volksabstimmung, Sehr pathetisch meint der neue LH, in Kärnten geboren zu sein, sind „sechs Richtige in der Lotterie des Lebens“
Erklärung von Fellner hat begonnen
Die Erklärung des neuen Landeshauptmannes hat begonnen. Fellner spricht von der größten Ehre seines Lebens, der er mit Demut begegnet.
Kreuzzeichen für neuen Landeshauptmann
Die Hohe Geistlichkeit gratuliert dem neuen Landeshauptmann, Bischof Josef Marketz setzt Fellner ein Kreuzzeichen auf die Stirn, für die evangelischen Christen gratuliert Superintendentin Andrea Mattioli. Sie ist ja ebenfalls neu im Amt.
„Des Kaisers neue Kleider“
Für die FPÖ spricht Parteiobmann Erwin Angerer von „des Kaisers neuen Kleidern“, die Fellner nun übernehme. Die FPÖ fordert weiter Maßnahmen gegen die Abwanderung und für mehr Sicherheit. Als Ziel für die Landtagswahl im Jahr 2028 definiert Angerer weiter den ersten Platz, also die stimmenstärkste Partei zu werden. Die FPÖ sei für alle Koalitionen offen.
Köfer will konstruktiv in der Opposition sein
Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer verspricht in seiner Stellungnahme eine konstruktiver Oppositionsarbeit. „Wir werden alles in jeder Hinsicht unterstützen, wenn’s gut fürs Land ist.“ Köfer betont auch, er werde fix bei der Gemeinderatswahl und bei der Landtagswahl antreten.
Regierungserklärung wird erwartet
Alles wartet jetzt gespannt auf die Regierungserklärung des neuen Landeshauptmannes Daniel Fellner, man munkelt, sie wird etwa eine halbe Stunde dauern.
Beinahe-Festlegung von Gruber
Spannend: Gruber stellt fest , dass auch in der nächsten Periode eine Zusammenarbeit mit der SPÖ möglich sei. Das nennt man gemeinhin eine Beinahe-Festlegung auf eine Koalition.
ÖVP betont gute Gesprächsbasis
Fellners Stellvertreter Martin Gruber von der ÖVP betont seine gute Gesprächsbasis mit dem neuen Landeshauptmann Fellner, will aber zahlreiche wirtschaftliche Projekte angegangen haben – etwa das Veranstaltungszentrum in Klagenfurt oder auch Infrastrukturvorhaben.
Grüne sprechen von „großen Fußstapfen“
Erste Reaktionen sind auch schon da, die Grüne-Kärntner Chef Olga Voglauer spricht von großen Fußstapfen, in die Fellner nun treten muss.
Das ist die neue Kärntner Landesregierung
Die Landesregierung sieht also ab heute so aus: Landeshauptmann Daniel Fellner, Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Landesrat Peter Reichmann, Landesrat Sebastian Schuschnig, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Landesrätin Beate Prettner.
Schwerer Schicksalsschlag
Lagger-Pöllinger hatte einen schweres persönliches Schicksalschlag zu verkraften. Ihr Sohn schied freiwillig aus dem Leben, wurde zum Opfer von Internet-Mobbing.
Nächste Wahl
Derzeit wird wieder gewählt, es geht um die Wahl der neuen Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Sie war bisher Bürgermeisterin von Lendorf.