Skip to content
/ ©Fotomontage Canva/LPD Kärnten/Varh
Das Bild auf 5min.at zeigt Daniel Fellner.
Daniel Fellner ist seit heute neuer Kärntner Landeshauptmann.

Das will Daniel Fellner: Der neue Kärntner Landeshauptmann im Porträt

Am 7. April wurde Daniel Fellner mit 22 Stimmen zum neuen Kärntner Landeshauptmann gewählt. Welche Ziele er sich gesetzt hat und was er sich wünscht, erfährst du hier.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(561 Wörter)

Mit 22 von 34 Abgeordnetenstimmen wurde Daniel Fellner (SPÖ) heute, am 7. April, offiziell zum neuen Kärntner Landeshauptmann gewählt. Dass er fortan an der Spitze unseres Landes stehen wird, war quasi eine „g’mahte Wies’n“, immerhin erfolgte die Wahl auf Basis eines gemeinsamen Wahlvorschlags von ÖVP und SPÖ. Gegenkandidaten gab es keinen.

„Es wird laut werden, wenn es notwendig ist“

Kaum im Amt, macht Daniel Fellner klar: Er will einiges anders machen als sein Vorgänger. Der neue Kärntner Landeshauptmann kündigt etwa einen direkteren Zugang an. Wenn etwas nicht passt, will er das künftig klar ansprechen. „Es wird laut werden, wenn es notwendig ist“, sagt Fellner. Und: Er fühle sich ausschließlich der Bevölkerung verpflichtet – nicht parteipolitischen Zwängen.

Vom Rettungsfahrer zum Landeshauptmann

Sein Weg in die Politik begann nicht im Parteibüro, sondern im Rettungsauto. Eigentlich wollte Fellner als Kind Astronaut werden, später Polizist. Daraus wurde jedoch nichts – stattdessen landete der Lavanttaler beim Roten Kreuz. Dort blieb er hängen, wurde Rettungsfahrer und übernahm später sogar die Landesleitstelle. Eine Zeit, die ihn geprägt hat, wie er sagt: Verantwortung übernehmen, in kritischen Situationen die richtigen Entscheidungen treffen und Menschen in Not helfen, sind Werte, die ihn bis heute leiten würden. Genau das will er auch in der Politik umsetzen.

Fellner will als Mensch wahrgenommen werden

Fellner weiß aber auch: Als Landeshauptmann steht man ständig im Fokus – vor allem in sozialen Medien. „Ich wünsche mir, dass mich die Bevölkerung als Mensch wahrnimmt und nicht nur als Politiker. Dass sie mich kennenlernen, mich nach meiner Arbeit beurteilen und nicht einfach nur drauflos schreien oder schimpfen“, erklärt Fellner in diesem Zusammenhang. Er selbst sieht sich als einen, der das „Herz am rechten Fleck“ hat und die „Sorgen der Kärntnerinnen und Kärntner ernst nimmt“.

Viele Zuständigkeiten

So wird er als Landeshauptmann für die Landesamtsdirektion, für die Bereiche Arbeitsmarkt, Forschung und Entwicklung inklusive Beteiligungen, internationale Angelegenheiten, Volksgruppen, Digitalisierung, Katastrophenschutz, Flüchtlingswesen und Integration sowie Sport zuständig sein. Die strategische Entwicklung des Landes sowie Personalangelegenheiten teilt er sich mit seinem Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP).

Bewährtes behalten, neue Akzente setzen

Eines stellt Fellner klar: Ganz neu erfinden will er Kärnten nicht. Vieles, was unter seinem Vorgänger Peter Kaiser aufgebaut wurde, soll bleiben: „Ich werde auf dem aufbauen, was geschaffen wurde: auf stabilen Beziehungen, auf Vertrauen und auf den großartigen Beziehungen mit unseren Nachbarn und in Europa.“ Dennoch betont er, dass er einen neuen Weg in Hinblick auf Arbeitsweise und Kommunikation beschreiten will.

„Kärnten ist ein großartiges Land“

Fellner erklärt anlässlich seiner neuen Aufgabe: „Kärnten ist ein großartiges Land, aber ich habe oft den Eindruck, dass wir das selbst zu wenig hervorheben, uns vielleicht kleiner machen, als wir sind. Wir können stolz sein auf das, was dieses Land leistet, auf die Menschen, die hier leben und arbeiten. Genau diesen Stolz möchte ich wieder stärker ins Bewusstsein rücken.“

Angelobung am Mittwoch

Am Mittwoch (8. April) folgt die offizielle Angelobung Fellners in der Wiener Hofburg durch Bundespräsident Alexander van der Bellen. Auch seine Familie wird bei diesem feierlichen Anlass dabei sein. Am Donnerstag (9. April) wird Fellner in seiner ersten Regierungssitzung die neue Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger angeloben.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Artikel zum Thema:
Mehr Interessantes