Egal ob Job oder nicht: Warum nun jeder Kärntner zur AK gehen sollte
Explodierende Mietpreise, fiese Abo-Fallen und Stromrechnungen, die einem die Tränen in die Augen treiben: Das Jahr 2025 hat es für Kärntens Konsumenten in sich. Doch wer denkt, die Arbeiterkammer sei nur für Angestellte da, irrt.
Bei der aktuellen Bilanzpräsentation des Konsumentenschutzes wurde klar: Die Kärntner AK-Experten kämpfen für jeden im Land – und das mit Erfolg. Es sind beeindruckende Zahlen, die Präsident Günther Goach und sein Team am heutigen Mittwoch vorlegten. Über 65.000 Mal glühten im vergangenen Jahr die Leitungen oder rauchten die Köpfe bei persönlichen Beratungsgesprächen. Das Ziel: Den Kärntnern ihr hart verdientes Geld zurückzuholen, wenn Konzerne oder Betrüger versuchen, sie über den Tisch zu ziehen.
Hilfe für das ganze Kärnten
Die wichtigste Botschaft des Tages war jedoch keine Zahl, sondern ein Versprechen. „Unser Service steht dank der Unterstützung des Landes Kärnten allen Kärntnerinnen und Kärntnern offen – nicht nur AK-Mitgliedern“, betonte Präsident Goach anlässlich der heutigen Pressekonferenz. In Zeiten sinkender Kaufkraft dürfe niemand allein gelassen werden, egal ob man gerade im Berufsleben steht, studiert oder bereits in Pension ist. Diese Offenheit ist in Österreich fast einzigartig und macht die AK Kärnten zu einer Art „Anwältin des Volkes“. Gerade für Menschen, die nicht pflichtversichert sind, ist dies oft der einzige Weg, zu ihrem Recht zu kommen, ohne ein Vermögen für Anwälte ausgeben zu müssen.
„Ein unverzichtbarer Schutzschild“
Besonders die rasant zunehmende Internet-Kriminalität bereitet den Experten Sorgen. Fake-Shops werden immer professioneller. Oft ist für Laien kaum mehr erkennbar, was echt ist und was nicht. Hier setzt die AK als Retter in der Not an. Herwig Höfferer, Abteilungsleiter Konsumentenpolitik, machte bei der Präsentation deutlich: „In Zeiten komplexer digitaler Betrugsmaschen ist der Konsumentenschutz ein unverzichtbarer Schutzschild für die Menschen im Land.“ Dass dieser Schutzschild hält, zeigt die Bilanz schwarz auf weiß: Über 800.000 Euro konnten die Experten für die Kärntner Konsumenten erstreiten oder einsparen. Oft reicht schon ein offizielles Schreiben der AK, damit Firmen plötzlich einlenken, die zuvor jede Reklamation abgelehnt hatten.
Wohnen und Energie fressen das Budget
Neben dem digitalen Dschungel bleibt das Thema Wohnen der größte Sorgenfresser und ist mit 25.756 Beratungen ein zentrales Thema. Viele Kärntner wissen oft gar nicht, dass sie zu viel bezahlen oder Betriebskostenabrechnungen fehlerhaft sind. Auch hier ist die Botschaft klar: Gehen Sie zur AK, lassen Sie die Verträge prüfen. Man muss kein Mitglied sein, um eine fundierte Einschätzung zu bekommen. „In Zeiten sinkender Kaufkraft ist der Konsumentenschutz wichtiger denn je“, so Goach im Gespräch mit 5 Minuten weiter. Die Experten prüfen Mietverträge, berechnen Nachzahlungen und intervenieren direkt bei Vermietern oder Energieversorgern.
Schutzschild für die nächste Generation
Neben der akuten Hilfe im Schadensfall setzt die AK Kärnten verstärkt dort an, wo die Probleme entstehen: bei der Aufklärung im Internet-Dschungel. Besonders junge Menschen geraten immer häufiger ins Visier von Online-Betrügern. Die AK-Spitze sieht hier eine klare Bildungsaufgabe, um den Nachwuchs fit für die digitale Welt zu machen. „Auch in der digitalen Welt ist die AK ein starker Schutzschirm für Konsumentinnen und Konsumenten. Dennoch zeigt sich, wie wichtig Prävention ist. Wer Betrugsmaschen kennt, kann sich besser davor schützen. Deshalb sensibilisieren unsere Expertinnen und Experten Jugendliche im Rahmen von Vorträgen und Workshops an Schulen für diese Themen“, sagt AK-Direktorin Susanne Kißlinger. Damit will man sicherstellen, dass die Kärntner von morgen gar nicht erst in die teuren Fallen der Cyber-Kriminellen tappen.
Niemand soll auf Schaden sitzen bleiben
Die Bilanz 2025 zeigt, dass der Bedarf an Hilfe so groß ist wie nie zuvor. 65.770 Beratungskontakte sprechen eine deutliche Sprache. Die meisten Anfragen wurden schriftlich oder telefonisch erledigt, doch auch die persönliche Beratung vor Ort wird nach wie vor stark genutzt. Egal ob es um ein kaputtes Handy geht, das der Händler nicht reparieren will, eine unverschämte Stromrechnung oder eine dubiose SMS-Abzocke: Der Weg zur AK steht jedem offen. Denn am Ende des Tages geht es darum, dass kein Kärntner aufgrund von bürokratischen Hürden oder fehlender Mitgliedschaft auf seinem Schaden sitzen bleibt. Weitere Infos hier: Konsumentenschutz | Arbeiterkammer Kärnten