Sabotage bei Lavanttal-Rallye: Co-Pilot setzt „Kopfgeld“ auf Täter aus
Ein gefährlicher Zwischenfall überschattete die 48. Lavanttal-Rallye, als ein Unbekannter ein Holzstück auf die Strecke warf. Pilot Daniel Mayer verhinderte bei Tempo 100 nur knapp einen Unfall.
Ein gefährlicher Zwischenfall überschattete den Auftakt der 48. Lavanttal-Rallye auf der Sonderprüfung Arlinggraben. Während das Duo Daniel Mayer und Gerald Winter mit hoher Geschwindigkeit die Strecke passierte, warf ein Unbekannter ein massives Holzstück direkt vor das herannahende Rallye-Auto.
Blitzreaktion bei Tempo 100
Der 25-jährige Pilot Daniel Mayer befand sich gerade mit seinem Citroen in einer Hochgeschwindigkeitsphase von über 100 km/h, als das Hindernis auf der Fahrbahn auftauchte. Durch ein schnelles Ausweichmanöver verhinderte der Niederösterreicher eine Kollision und hielt das Fahrzeug auf der Strecke. Die Rennleitung reagierte unmittelbar auf die potenzielle Gefährdung und brach die Sonderprüfung ab. Mayer äußerte sich unmittelbar nach dem Vorfall schockiert: „Uns hat jemand einen Baumstumpf vors Auto geworfen. Ich hoffe, dass dieser Nicht-Fan gefunden wird. Zum Glück ist nichts passiert“, schilderte er in einem Bericht der „Kronen Zeitung“
„Kopfgeld“ auf den Verursacher
Besonders groß war die Empörung bei Co-Pilot Gerald Winter. Der 47-Jährige reagierte in einer ersten emotionalen Reaktion via WhatsApp und setzte eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise auf den Täter aus. „Nicht auszudenken, was da passieren kann. Da war ja direkt ein Zuseherbereich. Daniel sieht das ja nur im Augenwinkel, muss blitzschnell reagieren. Das ist echt nicht witzig. Die Leute sind sich über die Tragweite ihres Handelns echt nicht bewusst“, so seine Nachricht laut dem Medienbericht. Trotz des massiven Schreckmoments verlief der sportliche Teil des Tages für das Team erfolgreich: Nach sechs Sonderprüfungen belegt das Duo den vierten Gesamtrang. Die Suche nach dem Verantwortlichen für die Sabotage dauert an.