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/ ©Montage: Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Pipeline und eine Silhouette.
Ein kaputter Strommast sorgt im italienischen Tolmezzo aktuell für Aufregung.

Verdacht auf Sabotage an Ölpipeline nahe Kärnten

Ein möglicher Sabotageakt in Norditalien beschäftigt derzeit die Behörden. Konkret geht es um einen Strommast der Transalpinen Ölleitung, über die auch der Großteil von Österreichs Ölbezug läuft.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(273 Wörter)
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In Norditalien laufen derzeit Ermittlungen wegen eines möglichen Sabotageakts rund um die Transalpine Ölleitung (TAL) nahe Tolmezzo, das unweit der Kärntner Grenze in der Provinz Udine liegt. Die Pipeline ist für die Versorgung Österreichs und Süddeutschlands von großer Bedeutung, ein Teil der Leitung verläuft auch durch Kärnten, Tirol und Salzburg.

Sabotage mittels Schneidbrenner?

Auslöser der Untersuchungen ist ein beschädigter Strommast, der für den Betrieb der Pipeline notwendig ist. Laut Medienberichten könnte dieser gezielt mit einem Schneidbrenner manipuliert worden sein. Die Betreiber der TAL bestreiten eine mögliche Sabotage jedoch. Sie betonen, dass nicht die Pipeline selbst betroffen sei, sondern ein Strommasten von Terna, der auch die TAL-Pipeline versorgt. „Zu keinem Zeitpunkt war die Infrastruktur der TAL Pipeline selbst beschädigt“, richten die Verantwortlichen via Presseaussendung aus. Über den finanziellen Schaden wollten die TAL-Betreiber gegenüber der APA keine Auskunft geben.

Österreich bezieht fast gesamtes Öl über TAL-Pipeline

Für Österreich hatte der Vorfall vorerst keine direkten Folgen, obwohl laut Aussage von Ölmarktexperte Johannes Benigni im Ö1-Morgenjournal der Ölbezug der OMV in Wien-Schwechat fast zur Gänze über die TAL-Pipeline erfolge. Das Energieministerium stellte jedoch gegenüber der APA klar, dass die Versorgung jederzeit gesichert war. Die Raffinerie in Schwechat konnte weiter im Vollbetrieb laufen, auch auf Notreserven musste nicht zurückgegriffen werden.

Ermittlungen laufen

Die TAL gilt als zentrale Infrastruktur, über die ein Großteil des in Österreich benötigten Rohöls transportiert wird. Entsprechend aufmerksam verfolgen die Behörden die Entwicklungen. Zwischen Österreich und Italien findet dazu ein enger Austausch der Sicherheitsstellen statt.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 14.04.2026 um 12:04 Uhr aktualisiert
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