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/ ©Montage: Canva & 5 Minuten
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt ein Windrad, eine Stormleitung sowie den Landhaushof in Klagenfurt.
Kärntens Parteien fordern den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung.

Kärnten im Winter auf Stromimporte angewiesen

Im Landtagsausschuss wurde am Dienstag erstmals eine Studie der Österreichischen Energieagentur (AEA) präsentiert. Sie zeigt: Im Winter 2023 fehlten in Kärnten rund zwölf Prozent an erneuerbarem Strom.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(485 Wörter)
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Kärnten ist im Winterhalbjahr auf Stromimporte angewiesen. Wie groß besagte Winterstromlücke ist, darüber herrschte bislang jedoch Unklarheit. Eine Studie der Österreichischen Energieagentur (AEA) lieferte dem zuständigen Landtagsausschuss nun erstmals konkrete Daten. So lag die Differenz zwischen dem tatsächlichen Bedarf und der erneuerbaren Stromerzeugung im Jahr 2023 bei etwa zwölf Prozent bzw. 340 Gigawattstunden. Abhängig sei dies vom Wasserdargebot. In einem schlechten Wasserjahr könnte die Lücke auf bis zu 35 Prozent steigen. Der Bedarf nimmt hingegen bis 2030 um rund 29 Prozent zu, bis 2040 sogar um etwa 65 Prozent.

Technologiemix für stabile Energieversorgung

„Diese Zahlen sind ein klarer Auftrag, im Sinne unseres Wirtschaftsstandorts darüber zu diskutieren, wie wir unsere Importabhängigkeit reduzieren können, ganz besonders angesichts globaler Konflikte“, betont Ausschussvorsitzender Herbert Gaggl (ÖVP) nach der Sitzung. Dies müsse auf Basis der Vier-Parteien-Einigung passieren. Eine Grundlage dafür liefern die von der AEA in der Studie berechneten Szenarien, welche Erzeugungsformen in welchem Ausmaß ausgebaut werden müssten. „Die Antwort der wissenschaftlichen Studie ist ganz klar: es braucht einen Technologiemix“, informiert Gaggl. SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller betont deshalb: „Die von der Österreichischen Energieagentur durchgeführte Studie zeigt klar: Wir brauchen Wasser, Sonne und Wind, um Kärntens wachsenden Energiebedarf nachhaltig decken zu können.“ Kärnten sei hier „auf einem guten Weg, insbesondere was die Ausbauziele bis 2030 angeht.“

Bürger sollen bei Energieprojekten mitreden

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer und Energiesprecher Karl Markut setzen sich dafür ein, bei allen weiteren energiepolitischen Maßnahmen, die Bürger von Beginn an mitzunehmen: „Energieprojekte können und werden nur dann auf Akzeptanz stoßen und Unterstützung finden, wenn sich die Bevölkerung eingebunden fühlt, die Natur geschützt und mit Augenmaß sowie Hausverstand vorgegangen wird.“ FPÖ-Chef Erwin Angerer verweist in diesem Zusammenhang auf die Windkraft-Volksbefragung: „Der Wille der Bevölkerung ist zu respektieren […].“ Gleichzeitig macht Angerer auf vorhandene Ausbaupotenziale aufmerksam: „Es gibt weiter Potential bei der Wasserkraft, welche sensibel ausgebaut werden könnte. Vor allem im Bereich der Kleinwasserkraftwerke liegen zahlreiche Projekte vor, die umgesetzt werden könnten.“ Auch im Bereich der Photovoltaik sieht die FPÖ weiteres Entwicklungspotenzial.

GRÜNE und NEOS für Ausbau der Windkraft

„Wenn wir die Winterstromlücke schließen, also Versorgungssicherheit rund um die Uhr und stabile, leistbare Preise wollen, dann führt kein Weg am massiven Ausbau der erneuerbaren Energien vorbei“, stellt Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten, fest. Die Botschaft sei klar: „Wir profitieren von jeder Photovoltaikanlage und jedem Windrad. Die Energiewende macht uns unabhängiger, sichert unseren Wohlstand und garantiert leistbare Energie“, so Voglauer, die daher einen konsequenten Kurswechsel auf landespolitischer Ebene fordert: „Kärnten kann sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen und bundesweit als Anti-Windkraft-Land auftreten.“ Ähnlich sieht das auch NEOS-Landessprecher Janos Juvan: „Gerade wenn wir von der Winterstromlücke sprechen, ist Windkraft unverzichtbarer Bestandteil im Energiemix.“

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