Kärnten lädt zum ersten internationalen Wolfsgipfel
Erstmals soll in Kärnten ein grenzüberschreitender Wolfsgipfel stattfinden. LK-Präsident Siegfried Huber und LH-Stv. Martin Gruber holen dazu Vertreter aus der Politik sowie der Jagd-, Land- und Almwirtschaft Jagd an einen Tisch.
Vertreter der Kärntner Land- und Almwirtschaft werten die Senkung des Schutzstatus für den Wolf als klaren Auftrag an die EU-Mitgliedstaaten. Sie sprachen sich dafür aus, das bestehende Wolfsmanagement nachzuschärfen. Zum Beispiel im Nachbarland Italien, wo die Wolfspopulation aktuell auf 3.000 bis 3.5000 Individuen geschätzt wird. Das geht aus dem neuen Buch „Leben mit dem Wolf – Anleitung für ein Wolfsmanagement in Europa“ des renommierte Rechtsexperten Roland Norer hervor. Weiters zeigte der Experte auf, dass in Italien aufgrund wildernder Hunde auch viele Wolfshybride entstanden seien.
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Grenzüberschreitender Wolfsgipfel in Kärnten geplant
„Die EU hat mit der Schutzstatusabsenkung letztes Jahr die Grundlage bereitet, die Einführung aktiver Wolfsmanagementmaßnahmen ist nun der logische nächste Schritt“, schlussfolgern Kärntens Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP). Damit die Maßnahmen koordiniert und zielgerichtet umgesetzt werden, soll heuer erstmals ein grenzüberschreitendes Treffen zum Thema Wolf in Kärnten stattfinden. Huber und Gruber wollen dazu Vertreter aus Land-, Alm- und Jagdwirtschaft sowie Politik aus dem Alpenraum einladen. „Wir wollen die bewährten und breit getragenen Maßnahmen Kärntens als Vorbild vorstellen und als Grundlage für ein wirksames überregionales Wolfsmanagement im gesamten Alpenraum positionieren“, erklärt Huber abschließend.