Videoüberwachung und Co.: Polizei kündigt „rigorose“ GTI-Kontrollen an
Die ersten GTIs sind schon da und Kärnten bereitet sich auf den Ansturm der Tuningszene rund um Christi Himmelfahrt vor – mit mehr Polizei, Videoüberwachung und rigorosen Kontrollen.
Zwar gibt es bereits seit 2022 kein offizielles GTI-Treffen mehr, doch der Spirit lebt weiter: In den Tagen rund um Christi Himmelfahrt wird Kärnten wieder zum Treffpunkt für Fans der Tuningszene. Wir haben bei der Polizei und den Behörden nachgefragt, welche Maßnahmen in Hinblick auf das „inoffizielle GTI-Treffen“ in Kärnten geplant sind.
Die ersten Tuning-Fans sind schon da
Am 15. und 16. Mai findet in Klagenfurt die „XS Carnight Wörthersee„, ein Tuning-Festival, statt. Die ausverkaufte Messe zeigt, dass das Interesse an entsprechenden Veranstaltungen ungebrochen ist. Doch nicht nur der Wörthersee zieht viele Autofans an, auch in der „Turbokurve“ in Arneitz wird in den kommenden Tagen mit einem Ansturm gerechnet. Bei der legendären Sabotnig-Tankstelle in Keutschach wurden bereits am Montag (11. Mai) in der Früh erste GTIs gesichtet.
Verstärkung für die Polizei
Die Landespolizeidirektion Kärnten weiß, dass viele Tuningfans schon früher anreisen, und geht auf Nummer sicher: Bereits mit 8. Mai wurden Maßnahmen wie die personelle Aufstockung der Polizeiinspektionen Velden, Faak am See und Reifnitz gestartet. Je nach Lagebild sollen die Maßnahmen bis mindestens 18. Mai aufrecht bleiben. Auch in der Bezirkshauptmannschaft (BH) Villach-Land wurden unter Berücksichtigung der Buchungslage vorbereitende Maßnahmen getroffen, wie Bezirkshauptmann Bernd Riepan auf Anfrage von 5 Minuten erklärt. „Es wird darauf geachtet, dass der Kräfteeinsatz so angelegt wird, dass die Sicherheit für dieses Treffen gewährleistet wird“, so Riepan. Gemeinsam mit der Polizei und den Gemeinden wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet.
Hier wird verstärkt kontrolliert
Seitens der Polizei ist in den Orten und auf den Strecken, wo am meisten Frequenz erwartet ist, mit „rigoroser“ Überwachung zu rechnen. Dazu gehören laut Angaben der Landespolizeidirektion technische Kontrollen der getunten Fahrzeuge, Geschwindigkeitsmessungen, Lenkerzustand und Lenkerverhalten etc. Teils werden Standortkontrollen durchgeführt, teils wird es eine mobile Überwachung geben. Mittlerweile ist das zu kontrollierende Gebiet groß: „Aus den Erfahrungen der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass diese Szene sich auf den Mittelkärntner Großraum ausgedehnt hat. Vor allem werden beliebte Ausflugsziele wie der Dobratsch, Pyramidenkogel angefahren, aber auch stationär das Seental zwischen Klagenfurt und Selpritsch und allgemein rund um den Wörthersee und Faaker See“, so die Polizei.
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Sperren im Bedarfsfall
Auf die Frage, ob mit Sperren oder Verkehrseinschränkungen aufgrund des inoffiziellen GTI-Treffens zu rechnen ist, gibt Riepan von der BH Villach-Land Entwarnung: „An generelle Straßensperren ist derzeit nicht gedacht.“ Sehr wohl könnten aber im Bedarfsfall verkehrsbedingt Sperren errichtet werden, um beispielsweise den Verkehrsfluss wiederherzustellen. Als Beispiel nennt Riepan eine „massive Staulage im Ortszentrum von Velden“.
Videoüberwachung aufgestellt
Was für viele interessant sein dürfte: „Im gesamten Überwachungsgebiet sind an verschiedenen Standorten, unter anderem auch im Bereich Arneitz, behördlich genehmigten Überwachungskameras aufgestellt“, erklärt die Polizei. Und auch Riepan bestätigt die Videoüberwachung unter anderem am Campinggelände von Arneitz sowie in Velden.
GTI-Spirit lebt in Kärnten weiter
Von 1982 bis 2022 lockte das GTI-Treffen jährlich Tausende Tuningfans an den Wörthersee. Im Jahr 2022 zog die Gemeinde Maria Wörth jedoch ihre Unterstützung für Auto-Großveranstaltungen zurück, was ein Aus für das offizielle GTI-Treffen bedeutete. Doch den harten Kern der Autofans zieht es nach wie vor jedes Jahr um Christi Himmelfahrt nach Kärnten und es gibt kleinere Nachfolgeevents. Wie sich diese im Vergleich zum „echten“ Treffen auf den regionalen Tourismus auswirken, erfährst du hier: Tourismusleiter über „neues“ GTI-Treffen: „Nicht mehr das, was es war“.