Slowenien verschärft Regeln: Bis zu 500 Euro Strafe für Touristen
Slowenien führt am Vršič-Pass strenge Regeln ein. Neben Parkgebühren und Schranken drohen Wildcampern nun Bußgelder von bis zu 500 Euro. Auch für Naturattraktionen wird künftig oft Eintritt fällig.
Der Vršič-Pass in den Julischen Alpen zählt zu den meistfrequentierten Ausflugsrouten Sloweniens, was den Tourismusverband angesichts von fast zwei Millionen jährlichen Besuchern nun zum Handeln zwingt. Um das Verkehrsaufkommen auf der Passstraße besser zu kontrollieren, wurden laut Berichten des Portals „Ekodezela“ umfassende Neuerungen eingeführt.
Nur noch 90 Plätze
Die Kapazität auf der Passhöhe ist künftig auf lediglich 90 Stellflächen begrenzt, zudem wird das Parken kostenpflichtig. Ein neues System mit Schranken soll zusätzlich dabei helfen, die Blechlawinen zu regulieren. Diese Maßnahmen folgen auf umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der Fahrbahn und Entwässerung, die im vergangenen Jahr noch für lange Sperren gesorgt hatten.
Hohe Strafen und Zugangskosten
Parallel zur Verkehrsberuhigung verschärfen die Behörden den Naturschutz in der Region. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterbindung von wildem Camping. Wer in den Julischen Alpen unerlaubt sein Zelt aufschlägt, muss mit drastischen Sanktionen rechnen – die Bußgelder wurden auf bis zu 500 Euro pro Person angehoben. Zudem ändert sich die Zugänglichkeit einiger Landschaftshighlights: Beim Zugang zu populären Naturattraktionen wird künftig ein Eintrittsgeld verlangt, um den Erhalt der Wandergebiete zu finanzieren.