Nächstes inoffizielles Tuning-Treffen: Wörthersee-Szene stürmte Italien
Die Tuning-Szene weicht erneut ins Ausland aus: Nach dem Treffen in Slowenien kam es am Samstag zu einem zweiten spontanen Treffen im italienischen Tarvis.
Das verlängerte Wochenende rund um Christi Himmelfahrt hat Kärnten einmal mehr in einen Hotspot für Autofans verwandelt. Doch die Tuning-Community zog es bereits am Freitagabend überraschend weg aus dem südlichsten Bundesland Österreichs. Vor dem Karawankentunnel in Fahrtrichtung Slowenien baute sich innerhalb kürzester Zeit ein massiver Stau auf. Der Grund dafür war ein inoffizielles Autotreffen, das um 20 Uhr spontan über die Social-Media-Accounts CGG und TSNS auf dem Parkplatz eines slowenischen Einkaufszentrums angekündigt worden war.
Zweite Nacht zog Tuner nach Tarvis
Wie bereits bei den ersten Postings der Veranstalter angekündigt, ging das Event am 16. Mai in die nächste Runde. Auch dieses Mal erfuhren die Teilnehmer den genauen Treffpunkt erst kurz vor dem Start. Das Ziel lag diesmal jedoch in Italien – genauer gesagt in der Nähe von Tarvis. Bis nach Mitternacht wurde dort gedriftet und die Reifen zum Qualmen gebracht. „Dort waren wieder hunderte Leute dabei“, berichtet ein Leser gegenüber 5 Minuten.
„Möchten Spannungen oder Probleme vermeiden“
Wie es zu jenen Treffen kommt, konnte 5 Minuten exklusiv von den Veranstaltern erfahren. Sie setzen bei der Organisation ganz bewusst auf den Überraschungseffekt: „Den genauen Standort unserer Treffen geben wir bewusst immer erst kurzfristig, etwa eine Stunde vor Beginn, bekannt. Damit möchten wir vermeiden, dass es bereits im Vorfeld zu unnötigen Spannungen oder Problemen kommt“, erklärte ein TSNS-Sprecher am Freitag.
Auch Polizei wurde alarmiert
Über mehrere Instagram-Kanäle verbreiteten sich schnell haufenweise Videos und Bilder des Abends. Die enorme Dynamik rief schon kurze Zeit nach dem Start die italienische Polizei auf den Plan. Die Einsatzkräfte standen vor Ort jedoch vor einer schwierigen Aufgabe: Die zahlreichen Zuschauer machten ein Durchkommen fast unmöglich. Dutzende Personen stellten sich gezielt vor die Einsatzfahrzeuge und simulierten unter anderem das Binden ihrer Schnürsenkel, um die Beamten aufzuhalten. Ob es zu Anzeigen kam oder sich die Polizei überhaupt durchsetzen konnte ist Stand jetzt unklar.