Hochspannung: Wer wird Krankenhaus-Chef in Kärnten?
50 wollten es werden, vier Bewerber sind jetzt noch im Rennen. Am Dienstag entscheidet sich, wer neuer Chef der Kabeg wird, also der Kärntner Landesspitäler. Im Vorfeld gibt es Wickel um eine altbekannte Bewerberin.
Ende dieses Jahres wird der seit 12 Jahren äußerst erfolgreich agierende Chef der KABEG (Fünf Spitäler, 8500 Mitarbeiter), Arnold Gabriel, aus dieser Funktion ausscheiden. Wer ihm nachfolgt ist ein weiterhin offenes Rennen. Dem Vernehmen nach bewarben sich ursprünglich 50 Frauen und Männer, die vom beauftragten Personalberatungsbüro nun auf ein Quartett reduziert wurden. Diese vier Bewerber müssen sich am Dienstag nach Pfingsten dem entscheidenden Hearing stellen. Im Vorfeld gibt es allerdings Brösel. Ines Manegold (60), die 2013 als Vorständin der KABEG abberufen worden war, bewirbt sich nämlich wieder. Oder muss man schon sagen, bewarb sich wieder?
„Angst vor ihrer Kompetenz“
Die ausgewiesene Gesundheitsexpertin soll nämlich dem Vernehmen nach nicht unter jenen vier Kandidaten sein, die zum Hearing am Dienstag geladen wurden. Das ruft wiederum Manegolds Rechtsvertreter Michael Sommer auf den Plan. Zu 5 Minuten meint Sommer: „Man hat anscheinend Angst vor ihrer Kompetenz. Die KABEG war aber immer Manegolds Herzensangelegenheit.“ Das Argument eines aufrechten Betretungsverbotes sei nicht haltbar, so Sommer. Ihm widerspricht Leo Murer, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der KABEG. Im 5 Minuten-Interview stellt Murer klar: „Die Nichteinladung Manegolds hat gar nichts mit einem Betretungsverbot zu tun, sondern liegt in der Entscheidung der Beratungsfirma über die Kompetenzen der einzelnen Bewerber.“ Daher sei Ines Manegold nicht unter die letzten vier Kandidaten gekommen, so Murer, der auf die Unabhängigkeit des Beratungsunternehmens verweist.
Spannung steigt
Wer setzt sich nun letztendlich durch? Diese Entscheidung trifft dann der Aufsichtsrat, der aus 14 Personen besteht, darunter aber fünf nicht stimmberechtigte Delegierte des Betriebsrates. Die anderen neun Mitglieder des Aufsichtsrates sind parteipolitisch besetzt und stimmberechtigt. Es wird spannend am Dienstag, wen Murer danach als neuen Chef der KABEG ab 2027 vorstellen wird – und was Ines Manegold unternehmen wird.