Großeinsatz in Feldkirchen: Zwei verletzte Feuerwehrmänner
Der Brand in Feldkirchen rief heute über 200 Feuerwehrkräfte auf den Plan. Der Großeinsatz gestaltete sich als sehr herausfordernd.
Heute Nachmittag, gegen 14.30 Uhr, machten sich dichte Rauchwolken über Feldkirchen breit. 5-Minuten-Leser berichteten sogar von dem ein oder anderen „Knall“, den sie nahe einer Lagerhalle hörten. Videos zeigen ein Gebäude, das lichterloh brennt. Unzählige Feuerwehrkräfte rückten aus, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wir haben berichtet. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude, teilte die Polizei mit.
Brand unter Kontrolle
Wie Feuerwehrkommandant von Feldkirchen Fritz Nusser im Gespräch mit 5 Minuten mitteilt, standen zehn bis zwölf Feuerwehren im Einsatz, auch von anderen Bezirken, 210 Florianis und insgesamt 30 Fahrzeuge – sie alle versuchten dem Feuer Herr zu werden. Das Areal wurde großräumig abgesperrt, auch ein Hubschrauber der Polizei zog Kreise in der Luft. Das Feuer griff auch auf das Postverteilerzentrum über, dort konnten die Flammen aber schnell gelöscht werden, auch die Arbeiter wurden sofort evakuiert. Die Straße bei dem betroffenen Gebäude wurde ebenfalls gesperrt, auch der Zugverkehr wurde durch die ÖBB vorübergehend eingestellt. Wie Nusser um kurz vor 18 Uhr informiert, ist der Brand unter Kontrolle, auch „nähern wir uns dem ‚Brand aus'“. Die Straße sollte ebenso bald wieder freigegeben werden.
Zwei Florianis leicht verletzt
„Wir haben jetzt das Gröbste hinter uns gebracht“, so Nusser weiter. Aktuell laufen Nachlöscharbeiten. Der Einsatz blieb für die Feuerwehren nicht ganz ohne Folgen, denn zwei von ihnen wurden leicht verletzt, teilt der Feuerwehrkommandant mit. Ein Floriani erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht, ein anderer erlitt eine leichte Verbrennung, die ambulant behandelt wurde. Wie bereits berichtet, kam heute eine Problematik bezüglich Gasflaschen hinzu, die sich im Gebäude befinden. Daher wurde auch die Cobra alarmiert. Eine Gasflasche explodierte nämlich.
Nicht-brennbares Gas
Nusser berichtet, dass man zunächst davon ausging dass die Flaschen Acetylen (hochentzündliches Gas) enthalten würden. „Es hat sich jedoch herausgestellt, dass es ein nicht-brennbares Gas ist“, so Nusser und weiter: „Wir haben die Gasflaschen lokalisiert und gekühlt.“ Die Brandursache ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt, weitere Erhebungen dazu werden von der Polizei geführt. Gegen 17.30 Uhr waren alle Brandherde gelöscht und es wurde „Brand aus“ gegeben.
Unzählige Kräfte im Einsatz
Im Einsatz standen der Polizeihubschrauber, eine Polizeidrohne, fünf Streifen des BPK St. Veit an der Glan sowie Brandermittler des LKA Kärnten. Folgende freiwillige Feuerwehren waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt: Feldkirchen, St. Martin, St. Ulrich, Waiern, Glanhofen, Tschwarzen, Bodensdorf, Ossiach, St. Veit, Moosburg, Kreggrab und Himmelberg. „Die Brandursachenermittlung werden durch Beamte des Landeskriminalamtes und Bezirksbrandermittlern gemeinsam mit Beamten der Brandverhütungsstelle durchgeführt werden. Aufgrund der Größe der Brandgeschehen werden die Ermittlungen zumindest einige Tage in Anspruch nehmen. Über das Ergebnis wird berichtet werden“, heißt es vonseiten der Polizei.