Artenschutz-Jubiläum: 40 Jahre Bartgeier-Rückkehr in den Alpen
Die erfolgreiche Rückkehr der Bartgeier feiert Jubiläum. Seit 40 Jahren prägt das international beachtete Artenschutzprojekt im Nationalpark Hohe Tauern die Tierwelt der Alpen nachhaltig.
Vor 40 Jahren, im Mai 1986, begann im Nationalpark Hohe Tauern ein international beachtetes Artenschutzprojekt. Nachdem der Bartgeier zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet worden war, wurden am 25. Mai des besagten Jahres erstmals wieder Jungtiere in die Freiheit entlassen. Bis heute wurden alpenweit über 260 Vögel ausgewildert – alle 63 österreichischen Freilassungen fanden im Nationalpark Hohe Tauern statt. „Die Rückkehr des Bartgeiers in die Alpen ist eine echte Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Was vor 40 Jahren im Nationalpark Hohe Tauern begann, zeigt eindrucksvoll, dass wir nachhaltig Lebensräume und selten gewordene Arten schützen“, betont Bundesminister Norbert Totschnig.
450 bis 500 Bartgeier im Alpenraum
Inzwischen leben wieder rund 450 bis 500 Bartgeier im Alpenraum. Als spezialisierter Knochenfresser erfüllt der Greifvogel eine Funktion als „Gesundheitspolizei“ für das ökologische Gleichgewicht. Die aktuelle Situation im Nationalpark Hohe Tauern verläuft positiv: Von sechs aktiven Paaren haben fünf gebrütet, vier Jungvögel werden derzeit von den Elterntieren betreut. Ihre ersten Flugversuche werden für Anfang Juli erwartet.
Schutz bleibt dauerhaft Aufgabe
Das Projekt basiert auf einer breiten internationalen Partnerschaft, bei der der Nationalpark Hohe Tauern von der Auswilderung bis zum Monitoring eine Schlüsselrolle einnimmt. Trotz des Erfolgs bleibt der Schutz eine dauerhafte Aufgabe, da Gefahren wie Bleivergiftungen und Kollisionen mit Infrastruktur bestehen.