Wer beim Fahren aufs Handy schaut, könnte künftig geblitzt werden
Wer am Steuer sein Handy verwendet, könnte in Zukunft auch in Kärnten geblitzt werden. Bei einem Austausch zu Verkehrssicherheit in Salzburg wurde über den möglichen Einsatz von Handy-Blitzern diskutiert.
Wer während der Autofahrt aufs Handy schaut, könnte künftig nicht nur von der Polizei, sondern auch von speziellen Kameras erwischt werden. Über sogenannte Handyblitzer wurde am Montag bei einer Fachkonferenz zur Verkehrssicherheit in Salzburg diskutiert, an der auch Kärntens Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) teilnahm.
So funktionieren Handy-Blitzer
Die Technologie wird etwa bereits im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz eingesetzt. Dabei überwachen Kameras den Verkehr von erhöhten Standorten aus und erkennen mithilfe von Künstlicher Intelligenz, ob ein Lenker ein Mobiltelefon in der Hand hält. Verdachtsfälle werden anschließend von speziell geschulten Polizeibeamten überprüft. „Nur bei einem tatsächlichen Verdacht erfolgt die Speicherung und Weiterleitung der Daten an die zuständige Behörde“, wird seitens des Landes Kärnten betont.
Handy am Steuer als großes Problem
Laut Schuschnig zählt die Ablenkung durch Smartphones mittlerweile zu den größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. „Deshalb müssen wir uns auch in Österreich intensiv mit neuen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden“, so Schuschnig. Bevor solche Systeme in Österreich eingesetzt werden könnten, müssten allerdings rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu zählen Anpassungen der Straßenverkehrsordnung sowie datenschutzrechtliche Regelungen.
Auch Lärmblitzer vorgestellt
Neben den Handyblitzern wurde bei der Konferenz auch ein sogenannter Lärmblitzer präsentiert. Das System misst die Lautstärke vorbeifahrender Fahrzeuge und soll besonders laute Fahrzeuge automatisch erkennen und dokumentieren können. Die Technologie wird derzeit bereits im Bundesland Salzburg getestet. Ziel ist es, übermäßigen Verkehrslärm besser erfassen und den verursachenden Fahrzeugen zuordnen zu können.