Über 1.000 Leben gerettet: Gewaltige Bilanz der Kärntner Feuerwehren
Nach der jüngsten Regierungssitzung präsentierte Landesrat Daniel Fellner ein umfassendes Paket für Sicherheit und Bildung in Kärnten, das unter anderem 16,6 Millionen Euro für das Rettungswesen sichert.
Nach der heutigen Regierungssitzung präsentierte Landesrat Daniel Fellner die Beschlüsse seiner eingebrachten Akten, wie den Bericht des Lawinenwarndienstes Kärnten, der der zweitälteste in Österreich ist, den Bericht zum Feuerwehrwesen 2025 sowie den Akt zur Absicherung des Rettungswesens in Kärnten und jenen der Sanierung und Modernisierung der Fachberufsschule Völkermarkt.
Mehr als 103.000 Seitenaufrufe
Der Lawinenwarndienst Kärnten veröffentlichte im Zeitraum von 24. November 2025 bis 1. Mai 2026 täglich aktualisierte Lawinenberichte, insgesamt an 158 Tagen in Folge. Die Nachfrage nach diesen Informationen erreichte letzten Winter neue Höchstwerte: Mehr als 103.000 Seitenaufrufe der Homepage des Lawinenwarndiensts wurden verzeichnet, an Spitzentagen sogar rund 4.000 Zugriffe. Die Zugriffe reichten dabei auf Grund der Niederschläge bis weit in den Mai hinein. Fellner verwies auf die Gefährlichkeit des schönen Wintersportes und auf die 146 Lawinentoten im letzten Winter im Alpenraum, 33 alleine in Österreich. „Ein schöner Tag, den aktive Menschen im Gelände verbringen wollen, soll nicht so enden. Eigenverantwortung, Ausrüstung und die täglichen Informationen über die aktuelle Lage sollen Leben retten“, so Fellner.
16,6 Mio. Euro für das Rettungswesen
So sei auch das Rettungswesen in Kärnten und Österreich vorbildhaft. Das Land unterstütze laut Fellner dieses mit 16,6 Millionen Euro. Damit sei auch weiterhin sichergestellt, dass sich die Bevölkerung auf die Rettung verlassen kann. Fellner habe in der letzten Landeshauptleutekonferenz aber den Antrag eingebracht, dass sich alle Bundesländer gemeinsam in Zukunft über den Rettungseuro Gedanken machen und nicht jedes Bundesland einzeln.
1.093 Menschenleben gerettet
Auch die freiwilligen Feuerwehren haben das Jahr 2025 mit ihrem Tätigkeits- und Finanzbericht abgeschlossen. Der Landesrat betonte die Freiwilligkeit. „Mehr als 20.000 Frauen und Männer stellen ihre Zeit, ihr Können und ihren Mut ehrenamtlich in den Dienst der Gesellschaft, retten, schützen, bergen bei Wind und Wetter. Nicht in allen Ländern Europas gibt es diese Art des Schutzes und des Ehrenamtes“, sagte Fellner. Zu 17.000 Einsätzen sind die Frauen und Männer im letzten Jahr ausgerückt und haben in über 1,6 Millionen freiwilligen Stunden 1.093 Menschenleben gerettet. Ohne fundierte Ausbildungen der Feuerwehrleute sei das in Anbetracht der steigenden Gefahren laut Fellner nicht möglich.
Schutz und Sicherheit
„Mit den entsprechenden finanziellen Mitteln des Landes, durch ehrenamtliches Engagement und durch Know-how schaffen wir mit dem Lawinenwarndienst und den freiwilligen Feuerwehren Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung. Prävention durch Information, wie sie der Lawinenwarndienst an 158 Tagen im letzten Winter lieferte, kann Leben retten und wenn etwas passiert, retten unsere beruflichen und freiwilligen Sanitäterinnen und Sanitäter des Rettungsdienstes Menschen in Notsituationen. Und die Investition in die Fachberufsschule Völkermarkt in Höhe von 25,8 Mio. Euro ist nicht nur eine Investition in die Bildung und damit in die Zukunft junger Menschen, sondern sichert auch unseren Wirtschaftsstandort ab, weil wir die Arbeitskräfte von morgen ausbilden“, fasst Fellner all seine Regierungssitzungsakten zusammen.