Grausamer Wildriss in Kärnten: Hund hetzt Rehgeiß zu Tode, Kitz bleibt vermisst
Ein wildernder Hund hetzte in Weitensfeld eine Rehgeiß in den Tod, ihr Kitz blieb unauffindbar. Eine Wildkamera überführte schließlich die wildernde Hündin.
Ein grausamer Fall erschüttert aktuell die Jägerschaft in Weitensfeld. Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, hetzte ein wildernder Hund in St. Andrä eine Rehgeiß, die sich schließlich schwer verletzt in einem Schafszaun verfing. Das Haupt der Rehgeiß sowie die Drossel waren durch heftige Bisswunden gezeichnet, auch weitere Verletzungen, zum Beispiel an der Keule, habe es gegeben. Dem Jagdschutz blieb nur noch der erlösende Fangschuss. Besonders tragisch: Die Geiß hatte ein Kitz, das trotz intensiver Suche mit Jagdhunden nicht mehr gefunden werden konnte.
96 dokumentierte Fälle
Die verantwortliche Schäfer-Mischlingshündin wurde durch eine Wildkamera überführt und festgesetzt. Ihr Besitzer konnte per Chipauslesung ermittelt werden, er zeigte sich kooperativ und bezahlte bereits die Schadenssumme von 200 Euro. In der Wildrissdatenbank des Kärntner Jagdaufseherverbandes ist dies seit 2013 der 96. dokumentierte Fall, die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen.