„Bauer sucht Frau“: Kärntner Heidelbeerbauer will die Liebe finden
Nach dem Auftritt seiner Schwester zieht es nun auch den 32-jährigen Heidelbeerbauern aus Kärnten vor die Kamera. 5 Minuten konnte mit Benjamin Lach über die große Bühne, den Alltag als Lehrer und die Vorbereitungen sprechen.
Die große Liebe im Fernsehen finden – was für viele ungewöhnlich klingt, hat in der Familie von Benjamin Lach bereits funktioniert. Seine Schwester fand bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau International“ die Liebe und genau das inspirierte den Eberndorfer nun, sich selbst zu bewerben.
Input von der Schwester bekommen
Auf die Frage, ob es zwischen den beiden Gespräche gab und wie intensiv ihn seine Schwester beim Bewerbungsvideo unterstützt hat, erklärt der 32-Jährige gegenüber 5 Minuten: „Natürlich haben wir uns im Vorfeld immer wieder über ihre Erfahrungen bei ‚Bauer sucht Frau International‘ ausgetauscht. Nachdem meine letzten Beziehungen und auch mehrere Dating-Versuche nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, habe ich irgendwann beschlossen, selbst diesen besonderen Weg zu gehen und mich für die Sendung zu bewerben.“ Die familiäre Rückendeckung war sofort spürbar: „Meine Schwester hat mich dabei von Anfang an unterstützt. Sie war teilweise auch beim Videodreh dabei und hat mir immer wieder wertvolle Tipps gegeben. Ihr wichtigster Rat war, einfach authentisch zu bleiben und mich nicht zu verstellen. Genau das ist meiner Meinung nach auch der entscheidende Punkt bei einem solchen Format.“ Die Ratschläge der Schwester gaben dem Eberndorfer zusätzliche Sicherheit für den Start in das TV-Projekt: „Durch ihre eigenen Erfahrungen konnte sie mir viele Einblicke geben und mir auch etwas die Nervosität nehmen. Am Ende muss aber jeder seinen eigenen Weg gehen und seine eigene Geschichte schreiben. Ich freue mich deshalb sehr darauf, diese Erfahrung nun selbst machen zu dürfen.“
Muss die Liebe am Hof anpacken?
Lach selbst bewirtschaftet etwa 2,5 Hektar Heidelbeerfelder und fünf Hektar Ackerland. Wenn sich Frauen für ihn bewerben, stellt sich natürlich die Frage, ob diese bereit sein sollten, im Betrieb mit anzupacken, oder ob er die landwirtschaftliche Arbeit lieber komplett aus dem Beziehungsleben heraushalten möchte? „Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil jede Lebenssituation anders ist“, schmunzelt Lach und ergänzt: „Ich erwarte keinesfalls, dass eine zukünftige Partnerin automatisch in der Landwirtschaft mitarbeitet oder ihre eigenen beruflichen Ziele zurückstellt. Grundsätzlich ist es aber mein Wunsch, die Landwirtschaft langfristig als Familienbetrieb weiterzuführen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie sich eine Partnerin einbringen könnte – wenn sie das möchte“, erklärt er.
„Großes Potenzial für eigene Ideen“
Der moderne Hof bietet dabei ganz unterschiedliche Aufgabenfelder: „Landwirtschaft besteht heute längst nicht mehr nur aus körperlicher Arbeit auf dem Feld. Gerade in einem modernen Betrieb fallen viele organisatorische Aufgaben an: Dokumentation, Büroarbeit, Buchhaltung, Personalmanagement, Marketing oder die Direktvermarktung der Produkte.“ Hier sieht der Landwirt viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten: „Besonders im Bereich der Direktvermarktung sehe ich großes Potenzial für eigene Ideen und persönliche Verwirklichung. Wer kreativ ist, gerne organisiert oder Freude am Umgang mit Menschen hat, kann hier sehr viel bewegen. Natürlich kann man mich auch bei den täglichen Arbeiten unterstützen, aber das ist keineswegs die einzige Möglichkeit.“ Für die Zukunft wünscht er sich vor allem ein starkes Teamwork: „Mir geht es vor allem darum, aus dem ‚Ich‘ ein ‚Wir‘ zu machen. Eine Partnerschaft bedeutet für mich, gemeinsam an einer Zukunft zu arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen und die eigenen Stärken einzubringen. Wie das konkret aussieht, hängt letztlich von den Interessen und Wünschen beider Personen ab“, schildert er gegenüber der Redaktion.
Schaust du Bauer sucht Frau?
Zwischen Klassenzimmer und Heidelbeerfeld
Das Bewerbungsvideo des Bauern, der im Hauptberuf zweisprachiger Volksschullehrer ist, wurde bereits ausgestrahlt. Auf die Frage, wie darauf reagiert wurde, entgegnet er: „Die Reaktionen aus meinem Umfeld sind durchwegs positiv. Viele waren zunächst überrascht, weil ich eigentlich kein Mensch bin, der unbedingt im Mittelpunkt stehen muss. Gleichzeitig wissen die Menschen, die mich kennen, dass Familie und Partnerschaft einen wichtigen Stellenwert in meinem Leben haben. Deshalb haben viele Verständnis für meine Entscheidung und freuen sich, dass ich diesen Schritt wage.“ Sein Berufs- und Alltagsleben hilft ihm dabei, offen auf Menschen einzugehen: „Als zweisprachiger Volksschullehrer und Landwirt bin ich gewohnt, mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu sein. Sowohl Kolleginnen und Kollegen als auch Freunde, Bekannte und Familienmitglieder haben mich ermutigt und unterstützen mich bei diesem Abenteuer. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen scherzhaften Kommentar, aber das gehört dazu und sorgt oft für gute Stimmung.“ Trotzdem steht für alle Beteiligten das Liebesglück im Vordergrund: „Letztendlich sehen viele Menschen in meinem Umfeld die Teilnahme als Chance, jemanden kennenzulernen, der ähnliche Werte teilt und mit dem ich mir eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann. Genau das ist schließlich auch mein Ziel.“
„Genau das macht es so spannend“
Auf die Frage, wie er sich allgemein auf die intensive Zeit vor den Kameras vorbereitet und ob er gewisse Rituale hat, die für Entspannung sorgen sollen, antwortet der Kärntner: „Besondere Rituale habe ich eigentlich nicht. Ich versuche, die ganze Erfahrung möglichst offen und entspannt auf mich zukommen zu lassen. Für mich ist die Teilnahme an ‚Bauer sucht Frau International‘ ein großes Abenteuer, bei dem ich viele neue Erfahrungen sammeln werde.“ Auch ein starres Konzept hat er für das Kennenlernen nicht: „Natürlich macht man sich im Vorfeld Gedanken darüber, wie bestimmte Situationen ablaufen könnten oder was man vorbereiten möchte. Gleichzeitig lebt die Sendung aber von spontanen Momenten und echten Begegnungen. Es gibt kein Drehbuch für Gefühle oder zwischenmenschliche Beziehungen, und genau das macht das Format so spannend. Deshalb möchte ich mich bewusst nicht zu sehr vorbereiten, sondern mich auf die Situation einlassen und die Zeit genießen. Ein wenig Nervosität wird sicherlich dabei sein – besonders am ersten Tag, wenn die Hofdamen ankommen. Aber ich denke, ein bisschen Nervosität gehört dazu und zeigt auch, dass einem die Sache wichtig ist. Ich freue mich auf alles, was kommt, und bin gespannt, welche Menschen und Erlebnisse auf mich warten“, schildert der Landwirt gegenüber der Redaktion.
Bewerbungen laufen bereits
Ab sofort läuft die Bewerbungsphase für die neue Staffel von „Bauer sucht Frau“, die im Herbst 2026 bei RTL auf Sendung gehen soll. Die Produktion übernimmt wieder UFA Show & Factual im Auftrag des Senders.