Preis-Schock beim Wocheneinkauf: Kärntner zahlen fast doppelt so viel
Für rege Diskussionen sorgt derzeit ein Lebensmitteleinkauf aus Italien. Ein 5-Minuten-Leser hat dort für einen Wocheneinkauf lediglich 41,42 Euro bezahlt. Aber sind die Lebensmittel in Kärnten tatsächlich teurer?
Für 41,42 Euro kaufte ein in Italien lebender Leser bei Aldi in Jesolo ein. Den entsprechenden Beleg ließ er der Redaktion zukommen, um seine Bestürzung über das Preisniveau der Lebensmittel in Kärnten auszudrücken. „Österreich ist beim Lebensmitteleinkauf längst kein günstiges Pflaster mehr“, betonte er. Ob er damit richtig liegt, wollten wir genauer wissen. Darum machte sich eine 5-Minuten-Redakteurin auf zu einer Hofer-Filiale in Klagenfurt.
Naturjoghurt, Mozarella, Pasta, …
Produkt für Produkt stellte sie den Einkauf dort nach. „Nach bestem Wissen und Gewissen“, wie sie betont. „Im Zweifelsfall habe ich lieber ein bisschen weniger genommen, zum Beispiel bei den Paninis. Hier hat der Leser zirka 360 Gramm gekauft, bei uns landeten 320 Gramm im Warenkorb.“ Auch die Obst- und Gemüsesackerl, für welche sich der Leser entschieden hatte, wurden nicht mitgenommen. Eigentlich hätte der Einkauf also sogar günstiger ausfallen müssen.
Fast doppelt so teuer
„Schon beim Blick in den Einkaufswagen habe ich mir gedacht: ‚Das werden sicher 60 bis 70 Euro werden.'“ Und tatsächlich: An der Kasse bezahlte die Redakteurin fast doppelt so viel, wie in Italien. 81,37 Euro machte dieselbe Menge an Lebensmittel aus. Dem Leser sei natürlich bewusst, dass Faktoren wie Löhne, Steuern oder Energiekosten Auswirkungen auf die Preisgestaltung hätten. Dennoch empfindet er den Unterschied aus Sicht eines Konsumenten als bemerkenswert.
90 Euro für Kleinigkeiten?
Auch unter dem 5-Minuten-Bericht tummeln sich inzwischen erste Reaktionen rund um den 41-Euro-Einkauf. So schreibt jemand, dass er heute ebenfalls in Kärnten einkaufen war. „Der Einkaufswagen war nicht mal bis zur Hälfte voll. Ich habe nur Kleinigkeiten eingekauft. 90 Euro.“ Ein anderer kommentiert: „Weiß ich Bescheid, wo der nächste Ausflug hin geht.“