Festakt im Spiegelsaal: Kärnten heißt 28 neue Staatsbürger willkommen
In Kärnten erhielten 28 Personen feierlich ihre Staatsbürgerschaftsurkunden. Nach dem Gelöbnis betonte Fellner die Werte des Rechtsstaats, der Gleichberechtigung und der Solidarität.
Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung händigte Landeshauptmann Daniel Fellner am Mittwoch Staatsbürgerschaftsurkunden an 28 Personen aus. Je nach Herkunftsland hatten die Eingebürgerten zuvor unterschiedliche Kriterienkataloge erfolgreich absolviert.
Bekenntnis zum Land
Nachdem Mario Flackl und Markus Fritzer von der Abteilung Wahlrecht die Gelöbnisformel vorgetragen hatten, betonte Fellner die Tragweite des Festaktes: „Dieses Gelöbnis und die Urkunde sind nicht Formalismen alleine. Sie sind ein Bekenntnis zu unserem Land, sie verleihen Ihnen Rechte in unserem Land, sie mahnen aber auch Pflichten ein“, so der Landeshauptmann. Fellner erinnerte daran, dass Errungenschaften wie ein funktionierender Rechtsstaat im globalen Vergleich ein Privileg seien. Er gab zu bedenken, dass nur „7 Prozent der Weltbevölkerung in einer vollständigen Demokratie leben können und dass nur 10 Prozent der Weltbevölkerung reines Wasser aus der Leitung trinken können. Diese Errungenschaften sind keine Selbstverständlichkeiten und wie die Demokratie selbst, haben wir für diese Grundlagen zu kämpfen, sie zu verteidigen.“
Solidarität und gemeinsame Werte
Die neue Staatsbürgerschaft sei untrennbar mit gelebten Werten wie Gleichberechtigung und dem Solidaritätsprinzip verbunden, welches auch die beitragsfreie Elementarpädagogik in Kärnten ermöglicht. Fellner unterstrich: „Wählen dürfen, ist eine der Grundlagen unserer Demokratie, für das Menschen anderenorts noch ihr Leben lassen müssen. Männer und Frauen sind in unserem Land gleichberechtigt, der Stärkere hilft dem Schwächeren und jeder leistet über unser Sozialsystem einen Beitrag dazu. Genauso, wie gesunde Menschen für kranke Menschen einzahlen und wie jede und jeder beim Einkaufen mit ihrer und seiner Steuerleistung einen Beitrag in den Steuertopf leistet, der allen zugutekommt.“ Zum Abschluss hieß er die neuen Staatsbürger herzlich willkommen: „Teilen Sie alle als neue Bürgerinnen und Bürger unseres Landes meine Freude über die Leistungen in diesem Land und meinen Stolz auf dieses Land und seien Sie willkommen daheim.“