Streit um „Mountain Lodge“: Experte sieht Klärungsbedarf bei Luxusprojekt am Katschberg
Ein geplantes Bauprojekt auf der Katschberghöhe sorgt derzeit für heftige Diskussionen.
Das Projekt stößt nicht nur bei der lokalen Bevölkerung auf Unverständnis, die eine weitere Zunahme von Zweitwohnsitzprojekten befürchtet. Auch unter Juristen wirft der Fall Fragen auf, da der Projektwerber offenbar eine Gesetzeslücke im Salzburger Raumordnungsgesetz nutzt. Rechtlich wird die Hütte als „widmungswidriger Bestandsbau“ eingestuft. Für solche Gebäude gelten im Gesetz zwar strenge Regeln für Um- oder Neubauten, doch der Fall könnte nun zu einem Präzedenzfall werden.
Bevölkerung reagiert mit Unverständnis
Wie die „Krone“ berichtet, soll eine bestehende, rund 80 Quadratmeter kleine Hütte im Grünland durch ein luxuriöses Chalet mit einer Grundfläche von fast 300 Quadratmetern ersetzt werden. Das Vorhaben die „Mountain Lodge Katschberg“ beinhaltet neben mehreren Schlafzimmern auch einen Wellnessbereich und einen eigenen Badeteich. Laut „Krone“ sieht der Immobilienrechts-Experte Manfred König aus Saalbach-Hinterglemm in der Causa noch Klärungsbedarf. Für die rechtliche Beurteilung und die massive Erweiterung auf 272,5 Quadratmeter sei vor allem entscheidend, wie das ursprüngliche Gebäude seinerzeit gewidmet wurde.