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/ ©Montage: Canva & WKK / Sabine Biedermann
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Kärnten, und eine Baustelle.
Das Kärntner Gewerbe und Handwerk zeigt im 2. Quartal 2026 klare Zeichen der Erholung.

Auftragsbücher von Kärntens Betrieben füllen sich wieder

Die aktuelle Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria für das zweite Quartal 2026 zeigt ein klares Stimmungsplus im Kärntner Gewerbe und Handwerk. Befragt wurden 205 Kärntner Betriebe.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(425 Wörter)
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„Die Betriebe schöpfen wieder Zuversicht“, fasst es Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Kärnten (WKK) zusammen. Denn tatsächlich belegt Kärnten bei der Entwicklung von Auftragseingängen und Umsätzen österreichweit den zweiten Rang. Im ersten Quartal 2026 lag der Rückgang im Bundesland bei lediglich 0,5 Prozent, nachdem es im Vergleichsquartal des Vorjahres minus 1,6 Prozent waren. Österreichweit fiel das Minus mit durchschnittlich 2,1 Prozent deutlich stärker aus. Einen noch geringeren Rückgang verzeichnete nur Salzburg mit minus 0,2 Prozent. Deshalb sei es wichtig, so Storfer, die derzeitige Stabilisierung zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts weiter zu stärken. „Jeder zusätzliche Auftrag sichert Beschäftigung, schafft Wertschöpfung und stärkt den ländlichen Raum.“

Konjunktur stabilisiert sich langsam

Rund ein Viertel der Kärntner Unternehmen sieht die eigene Lage positiv. 47 Prozent sprechen von einer Entwicklung im üblichen saisonalen Rahmen. „Wir sehen noch keine Hochkonjunktur, aber wir sehen eine klare Verbesserung. Die Nachfrage zieht an, die Auftragsbücher füllen sich wieder und die Betriebe gewinnen zunehmend Planungssicherheit. Genau diese Entwicklung brauchen unsere Mitgliedsbetriebe, um wieder verstärkt zu investieren und Arbeitsplätze zu sichern“, führt der WKK-Obmann aus.

Erholung vor allem in investitionsnahen Branchen

Vor allem im Baugewerbe, in der Holz- und Kunststoffverarbeitung sowie bei Installations- und Ausbauarbeiten steigt die Nachfrage. Der Auftragsbestand ist um 4,3 Prozent höher als im Vorjahr, die Auslastung liegt im Schnitt bei 13,4 Wochen. Auch für das dritte Quartal überwiegt hier laut Storfer „vorsichtiger Optimismus„. 19 Prozent der Betriebe erwarten mehr Aufträge oder höhere Umsätze, während 62 Prozent von einer gleichbleibenden Entwicklung ausgehen. „Besonders erfreulich ist, dass der ausgeprägte Pessimismus des vergangenen Jahres deutlich nachgelassen hat. Unsere Betriebe erwarten zwar keine rasche Hochkonjunktur, sie sehen aber wieder Perspektiven. Dieses Vertrauen ist die wichtigste Voraussetzung für Investitionen, Innovationen und Beschäftigung“, weiß Storfer. Auch spiegelt es sich in der Personalplanung der Kärntner Betriebe wider. 21 Prozent wollen im dritten Quartal zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Vor allem Betriebe mit gut gefüllten Auftragsbüchern würden in zusätzliche Arbeitskräfte investieren. Die stärksten Personalaufbaupläne verzeichnen das Baugewerbe, die Holz- und Kunststoffverarbeitung sowie die Personaldienstleister und das Sicherheitsgewerbe; ansonsten steht weiterhin die Sicherung des bestehenden Personalstands im Mittelpunkt. „Jetzt sind die richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen gefordert. Weniger Bürokratie, leistbare Energie und Investitionsanreize sind entscheidend, damit unsere Unternehmen weiterhin investieren, ausbilden, Arbeitsplätze schaffen und unseren Wohlstand sichern können“, fordert Storfer abschließend.

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