Spittal erneuert kritische Infrastruktur in zahlreichen Straßenzügen
Spittal investiert über 3,1 Millionen Euro in zukunftsfitte Netze. Ab Herbst 2026 werden in vielen Stadtteilen die Wasser- und Kanalanlagen saniert sowie Beleuchtung und Breitband ausgebaut.
Die Stadtgemeinde Spittal setzt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Infrastruktur. Mit dem Großprojekt „BA05 Bauteil 01“ werden die Abwasserentsorgungs- sowie die Wasserversorgungsanlagen im Stadtgebiet grundlegend erneuert. Die Sanierung erfolgt teils durch einen Neubau, teils durch moderne, grabenlose Sanierungsverfahren, um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Kluge Synergien für die Stadtfinanzen
Um bautechnische und wirtschaftliche Synergieeffekte optimal zu nutzen, kombiniert die Stadtgemeinde gleich mehrere Maßnahmen. Gleichzeitig mit den Arbeiten für die Abwasser- und Trinkwasserleitungen werden im selben Bauabschnitt auch Sanierungsmaßnahmen für die öffentliche Beleuchtung umgesetzt und das Breitbandnetz ausgebaut. Infrastrukturstadtrat Christoph Staudacher (FPÖ) betont die Wichtigkeit des Großprojekts gegenüber 5 Minuten: „Das ist ein weiterer dringend notwendiger und wichtiger Schritt im Infrastrukturbereich, welcher eine nachhaltige Verbesserung für die Bevölkerung herbeiführt. Wir stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt als Standort massiv, verbessern die Lebensqualität maßgeblich und sichern vor allem wichtige Arbeitsplätze in der Region ab.“
In diesen Straßenzügen wird gearbeitet
Das weitreichende Infrastrukturprojekt erstreckt sich über folgende Bereiche im Spittaler Stadtgebiet:
- Ortenburgerstraße (Bereich Forstgartenstraße Richtung Süden)
- Forstgartenstraße (von Ortenburgerstraße bis Strabag)
- Zur Seilbahn und Draulände
- Am Waldrand und Porciastraße (jeweils der westliche Teil)
- Mitterweg und Waldstraße
- Drauweg (südlicher Teil)
Gewaltige Projektdimensionen und Zeitplan
Die technischen Kennzahlen verdeutlichen die enorme Dimension der Baumeisterarbeiten. Insgesamt werden rund 2.600 Laufmeter (lfm) Wasserleitungen sowie 1.300 lfm Wasser-Hausanschlüsse neu verlegt. Hinzu kommen 980 lfm Abwasserkanal, 970 lfm Oberflächenwasserkanal und neun neue Versickerungsanlagen. Die reinen Baumeisterkosten belaufen sich auf exakt 3.147.057,24 Euro zuzüglich 20 % Mehrwertsteuer. Der offizielle Baubeginn ist für den Herbst 2026 angesetzt. Die Gesamtfertigstellung, die als finalen Schritt auch den Straßenbau beinhaltet, soll im Frühjahr 2028 erfolgen. Die von der Baustelle betroffene Bevölkerung wird von der Stadtgemeinde „selbstverständlich ziel- und zeitgerecht vollinhaltlich informiert“.