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Das Bild auf 5min.at zeigt Eindrücke von der Pressekonferenz zum Villacher Kirchtag.
Bei einer Pressekonferenz wurde das neue und moderne Sicherheitskonzept für den 81. Villacher Kirchtag vorgestellt.

Villacher Kirchtag rüstet mit modernem Sicherheitskonzept auf

Für dem 81. Villacher Kirchtag wurde an einem neuen und modernen Sicherheitskonzept gearbeitet. Die Pläne wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. 5 Minuten war auch für euch dabei.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
3 Minuten Lesezeit(621 Wörter)
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Der Villacher Kirchtag zählt zu den größten Brauchtumsveranstaltungen Österreichs und steht für gelebte Tradition, Musik, Tracht und echte Begegnung in der Villacher Innenstadt. Wenn hunderttausende Besucher feiern, sind klare Abläufe, gute Information und durchdachte Sicherheitsmaßnahmen die Grundlage dafür, dass die besondere Kirchtagsstimmung unbeschwert erlebbar bleibt, wird heute in einer Pressekonferenz in Villach mitgeteilt.

Sicherheitskonzept wurde neu angepasst

Für den 81. Villacher Kirchtag wurde das aus dem Jahre 2015 stammende Sicherheitskonzept in einem mehrmonatigen Prozess dem aktuellen Stand der Technik neu angepasst und stellt Prävention, schnelle Reaktionsfähigkeit und klare Abläufe bei hohem Besucheraufkommen in den Mittelpunkt, heißt es weiter.

Kirchtags-Atmosphäre und klare Strukturen

Erarbeitet wurde es von Sicherheitsexperten Herbert Wagner, der als Ersteller solcher Konzepte auch bei österreichweit höchst frequentierten Events wie dem Wiener Donauinselfest sowie dem Eurovision Song Contest in Wien verantwortlich war. Ziel ist es, die bewährte Kirchtags-Atmosphäre zu erhalten und zugleich klare Strukturen zu schaffen, die im Normalbetrieb ebenso wirken wie in Ausnahmesituationen.

So sieht das Konzept für den Villacher Kirchtag aus

Kern des Konzepts ist ein ständig besetzter Einsatz-Stab, in dem Blaulichtorganisationen und Behörde eng zusammenarbeiten, um auf jede Form von Problemstellung rasch, abgestimmt und lagegerecht reagieren zu können, heißt es. Ergänzend dazu unterstützt Videoüberwachung das laufende Lagebild am Gelände: Sie ermöglicht ein präzises Crowd-Management, insbesondere bei Überfüllung, und sorgt dafür, dass Einsatzkräfte und Security bei Bedarf zielgenau gesteuert werden können, wo sie gebraucht werden. Für zusätzliche Betriebssicherheit wird zudem eine flächendeckende Beleuchtung sichergestellt. sollte es zu Stromausfällen kommen, steht eine netzunabhängige Stromversorgung bereit, um Orientierung, Wegeführung und sicherheitsrelevante Infrastruktur aufrechtzuerhalten, wird weiters mitgeteilt.

Striktes Fahrverbot ab 16 Uhr am Veranstaltungsgelände

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion von Risiken durch Fahrzeuge in Bereichen mit hoher Personendichte: Daher gilt – ähnlich wie im Vorjahr – am Veranstaltungsgelände ein striktes Fahrverbot ab 16 Uhr, um potenzielle Gefährdungen durch Kraftfahrzeuge zu minimieren.

AT-Alert, Brandschutz und Co.

In diesem Zusammenhang steht mit AT-Alert ein zusätzliches Instrument zur Verfügung, um bei Unwetter- oder Hagelwarnungen rasch und flächendeckend am Gelände zu informieren. Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wird konsequent auf die Vermeidung von Lagerungen – etwa Paletten, Kartons oder ähnlichen Materialien – geachtet, um Brandlasten zu reduzieren und Wege freizuhalten.

Sicherheit in Zelten

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Zelten: Dort werden Flucht- und Verkehrswege, Notausgänge sowie Fluchtwegs-Kennzeichnungen konsequent kontrolliert und die Sicherheit durch klare Materialvorgaben erhöht. Dekorationsmaterialien müssen zur Risikominimierung definierte Eigenschaften erfüllen, insbesondere schwer brennbar, schwach rauchend und nicht tropfend sein. In der Qualitätszone (Hauptplatz, Rathausplatz, Standesamtsplatz sowie Oberer und Unterer Kirchenplatz) bleibt die Verwendung von Glasbehältnissen erlaubt.

Villacher Kirchtag – Sicherheitskonzept

Kernpunkte der neuen Sicherheitsmaßnahmen:

  • Ständig besetzter Einsatz-Stab Ein durchgehend besetzter Einsatz-Stab mit eingebundenen Blaulichtorganisationen und Behörden sorgt für rasche Entscheidungen und koordinierte Reaktionen auf jede Art von Problemstellung – von medizinischen Notfällen bis zu Wettersituationen.
  • Videoüberwachung und Crowd-Management Mittels Videoüberwachung wird ein gezieltes Crowd-Management ermöglicht: Bei hoher Auslastung können Besucherströme gelenkt und Einsatzkräfte sowie Security zielgerichtet disponiert werden.
  • Sicherheitsbeleuchtung und Notstrom Eine flächendeckende Sicherheitsbeleuchtung ist vorgesehen. Bei Stromausfällen steht eine netzunabhängige Stromversorgung zur Verfügung, um Orientierung und sichere Wegeführung sicherzustellen.
  • Fahrverbot ab 16 Uhr Ein Fahrverbot ab 16 Uhr minimiert Risiken durch Kraftfahrzeuge bei hoher Personendichte und erhöht die Sicherheit in stark frequentierten Bereichen.
  • AT-Alert zur Information bei Unwetter Bei Unwetter- oder Hagelwarnungen unterstützt AT-Alert eine rasche, flächendeckende Information am Gelände – als Ergänzung zu Durchsagen und Anweisungen vor Ort.
  • Reduktion von Brandlasten Zur Brandprävention wird auf die Vermeidung von Lagerungen (z. B. Paletten, Kartons, etc.) geachtet, um Brandlasten zu reduzieren und Wege freizuhalten.
  • Sicherheit in Zelten: Fluchtwege, Notausgänge, Materialstandard In Zelten werden Flucht- und Verkehrswege, Notausgänge sowie Fluchtwegs-Kennzeichnungen konsequent kontrolliert. Bei Dekorationen und Materialien gelten definierte Anforderungen: schwer brennbar, schwach rauchend, nicht tropfend.
  • Trinkgläser-Regelung in der Kernzone In der Kern- bzw. Qualitätszone (Hauptplatz, Rathausplatz, Standesamtsplatz sowie Oberer und Unterer Kirchenplatz) sind Trinkgläser vorgesehen bzw. auch weiterhin zugelassen.

Sicherheitsexperte klärt auf

Sicherheitsexperte Herbert Wagner betont: „Sicherheit bei Großveranstaltungen heißt: Risiken früh erkennen, Besucherströme aktiv managen und im Ereignisfall in Sekunden klar entscheiden. Der Villacher Kirchtag bekommt dafür eine Struktur, die Prävention und rasche Einsatzführung optimal verbindet. Ein dauerhaft besetzter Einsatz-Stab, die gezielte Lagebeobachtung und klare Regeln – etwa beim Fahrzeugverkehr und bei Fluchtwegen – sind zentrale Bausteine, um ein Fest dieser Größe sicher und gleichzeitig angenehm erlebbar zu machen.

„Sicherheit soll präsent sein, ohne die Stimmung zu beeinträchtigen“

Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Kirchtagsobfrau: „Der Villacher Kirchtag steht für Tradition, Lebensfreude und Begegnung. Damit sich alle Besucher wohl und sicher fühlen, investieren wir in ein Sicherheitskonzept, das modern, vorausschauend und eng mit Einsatzorganisationen abgestimmt ist. Uns ist wichtig: Sicherheit soll präsent sein, ohne die Stimmung zu beeinträchtigen. Klare Abläufe, gute Information und ein starkes Team im Hintergrund sind dafür entscheidend.“

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