Kärntner Eltern geben jährlich Millionen für private Nachhilfe aus
Kärntens Eltern brachten im Schuljahr 2024/2025 fast zehn Millionen Euro für private Nachhilfestunden auf. Um sie zu entlasten rief die Arbeiterkammer Kärnten das Programm „AK-Lernchancen“ ins Leben.
Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Kärnten macht den enormen finanziellen Druck deutlich, welcher auf Kärntner Familien lastet: Allein im Schuljahr 2024/2025 benötigte jedes sechste Schulkind private Nachhilfestunden. Für die insgesamt 11.000 betroffenen Kinder und Jugendlichen zahlten Eltern im Schnitt rund 850 Euro pro Kopf. Das weiß auch Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach: „Kärntner Eltern geben jährlich Millionen für private Nachhilfe aus, viele können sich diese zusätzlichen Lerneinheiten aber gar nicht leisten. Doch Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, deswegen haben wir dieses Nachhilfeprogramm ins Leben gerufen.“
Kostengünstige Nachhilfe für Schüler und Lehrlinge
„AK-Lernchancen“ richtet sich an Schüler der AHS-Unterstufe und Mittelschule sowie Lehrlinge. Das Angebot steht Haushalten mit einem Bruttomonatseinkommen unter 5.000 Euro offen, sofern mindestens ein Elternteil Mitglied bei der Arbeiterkammer ist. Zu leisten sind zehn Euro Einschreibgebühr pro Fach. Lehrlinge können unabhängig vom Einkommen teilnehmen.
Musstest du in diesem Schuljahr private Nachhilfe für deine Kinder bezahlen?
In allen Kärntner Bezirken
„Neben fachlicher Unterstützung in Mathematik, Deutsch und Englisch stehen auch Lernstrategien, Selbstorganisation und Motivation im Mittelpunkt. Lerncoaches helfen dabei, individuelle Stärken zu erkennen und nachhaltige Lernwege zu etablieren“, erklärt Daniel Weidlitsch, Abteilungsleiter Bildungspolitik, Jugend & Kultur. Die Kurse finden in allen Bezirken statt. Anmeldungen sind jederzeit online unter ak-akademie.at möglich.