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Das Bild auf 5min.at zeigt Jugendliche.
Das Land Kärnten plant einen Aktionsplan für die Jugend Kärntens im Jahr 2027.

Kärnten plant Jugend-Aktionsplan: Chancen und Mitsprache im Fokus

Jugendliche in Kärnten sollen die Politik nicht mehr nur miterleben, sondern aktiv mitgestalten. Ein Aktionsplan soll mehr Dialog und Mitsprache für dei Zukunft bringen.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
3 Minuten Lesezeit(602 Wörter)
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Jugendliche sollen nicht nur gehört werden – sie sollen Kärntens Jugendpolitik aktiv mitgestalten, teilt das Land Kärnten in einer Aussendung mit. Mit diesem klaren Ziel trafen sich am vergangenen Freitag auf Einladung von Kinder- und Jugendreferent Landesrat Peter Reichmann Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Jugendorganisationen (AGJ), des Netzwerks Offene Jugendarbeit Kärnten (OJA) und der Arbeiterkammer Kärnten im Klagenfurter Jugendzentrum Mozarthof.

Startschuss für Aktionsplan Jugend Kärnten 2027

Gemeinsam wurde der Startschuss für den Aktionsplan Jugend Kärnten 2027 gesetzt, der in einem breiten Beteiligungsprozess gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt werden soll. „Jugendpolitik kann nur dann wirksam sein, wenn sie gemeinsam mit jungen Menschen gestaltet wird. Deshalb wollen wir ihnen zuhören und ihre Perspektiven aktiv in unsere Arbeit einfließen lassen“, betonte Reichmann. Ausgangspunkt des Austauschs war die kürzlich veröffentlichte Jugendstudie der Arbeiterkammer Kärnten „Sag uns was geht“ sowie weitere aktuelle Studien zur Lebenswelt junger Menschen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Jugendliche wünschen sich Beteiligung, Mitsprache und einen direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern.

„Soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, …“

„Jugendliche sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt. Deshalb wollen wir nicht nur über ihre Anliegen sprechen, sondern gemeinsam mit ihnen Lösungen entwickeln. Der Aktionsplan Jugend Kärnten 2027 soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass Beteiligung in Kärnten gelebt wird“, sagte Reichmann. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorbereitung des Aktionsplans Jugend Kärnten 2027. Dieser soll in einem breiten Beteiligungsprozess entstehen und drei bis fünf zentrale Schwerpunkte für die Jugendpolitik des Landes definieren, heißt es weiter. Ziel ist ein praxisnahes Arbeitsprogramm für das Jahr 2027, das gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt, finanziell realistisch und konkret umsetzbar ist.

Offener Jugenddialog im Herbst

Im ersten Schritt werden die Studien-Ergebnisse gemeinsam mit Jugendlichen diskutiert, ergänzt und priorisiert. So entsteht ein Aktionsplan, der sich an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen orientiert und gleichzeitig gezielt dort ansetzt, wo Förderungen und Maßnahmen die größte Wirkung entfalten können. Ein zentraler Baustein dieses Prozesses ist daher ein offener Jugenddialog, der im Herbst stattfinden wird. Eingeladen sind Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren, Vertreter der AGJ sowie der Offenen Jugendarbeit. Ergänzend wird eine anonyme digitale Beteiligungsmöglichkeit angeboten, um möglichst vielen jungen Menschen eine Stimme zu geben.

„Schafft erstmals eine fundierte Grundlage für …“

Daniel Weidlitsch, Abteilungsleiter Bildungspolitik, Jugend und Kultur in der Arbeiterkammer Kärnten: „Die Jugendstudie der Arbeiterkammer Kärnten schafft erstmals eine fundierte Grundlage für das Verständnis der Lebensrealität junger Menschen in Kärnten. Daraus ergibt sich der Auftrag, Rahmenbedingungen zu gestalten, die ihre Chancen und Perspektiven nachhaltig stärken. Die AK versteht sich dabei als verlässliche Partnerin. Mit der AK-Akademie, maßgeschneiderten Bildungsberatungen sowie der Jugendmarke AK Young begleiten wir junge Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung.“ Die Notwendigkeit der Vernetzung sprach der Klagenfurter Jugendreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch an: „Wir haben so viele großartige Netzwerke und Vereine in denen wirklich viel für junge Menschen getan wird. Es gilt jetzt daher hier noch besser zu vernetzen.“

„Junge Menschen brauchen …“

„Als Arbeitsgemeinschaft der Jugendorganisationen Kärnten unterstützen wir einen echten Beteiligungsprozess mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei dem basierend auf der Studie partizipativ an Veränderungen gearbeitet wird. Junge Menschen brauchen sowohl Orte als auch Beteiligungsmöglichkeiten, wo sie ihre Zukunft mitgestalten können“, so Michael Kröndl, Vorsitzender der AGJ. „Mit dem Aktionsplan Jugend Kärnten 2027 setzt das Land Kärnten bewusst auf Partizipation, nachhaltige Demokratiebildung und eine Jugendpolitik, die gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt wird“, so Reichmann.

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