Über 6.000 Beratungen und Tests: Kärnten sichert „Checkpoint sexuelle Gesundheit“
Die Kärntner Landesregierung sichert die Arbeit des „Checkpoint sexuelle Gesundheit“ für die Jahre 2027 bis 2029 mit jährlich rund 274.500 Euro finanziell ab.
Die Kärntner Landesregierung sichert die Arbeit des „Checkpoint sexuelle Gesundheit“ (vormals Aidshilfe Kärnten) ab. Für die Jahre 2027 bis 2029 stellt das Land jährlich rund 274.500 Euro bereit. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner betont: „Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine verlässliche Grundlage für die kommenden drei Jahre. Sexuelle Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsversorgung und braucht niederschwellige, professionelle Angebote, die Menschen ohne Angst vor Stigmatisierung in Anspruch nehmen können. Prävention und Aufklärung sind entscheidende Bausteine, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Ausbreitung wirksam einzudämmen.“
2.500 Beratungen, 3.667 Testungen
Angesichts steigender Infektionszahlen bei Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydien leistet die Einrichtung seit über 30 Jahren wichtige Arbeit. Die hohe Nachfrage belegen die Zahlen aus dem Jahr 2025 mit rund 2.500 Beratungen, 3.667 Testungen und 303 Schulworkshops. Zudem wird die HIV-Vorsorge PrEP angeboten. „Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das Angebot angenommen wird und Vertrauen schafft. Entscheidend ist: Je früher Infektionen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und desto wirksamer können weitere Übertragungen verhindert werden. Prävention schützt damit nicht nur den Einzelnen, sondern die Gesundheit der gesamten Bevölkerung“, so Prettner.
„Früh, unkompliziert und ohne Angst“
Seit dem 1. Juli greifen Beratung, Testung, Diagnostik und Therapie noch enger ineinander, um eine medizinische Versorgung aus einer Hand zu gewährleisten. Prettner betont abschließend: „Unser Ziel ist klar: Hilfe soll früh, unkompliziert und ohne Angst vor Stigmatisierung erreichbar sein. Mit der Finanzierung sichern wir nicht nur ein bewährtes Angebot, sondern investieren auch in dessen Weiterentwicklung. Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des Checkpoint sexuelle Gesundheit für die fachlich hochwertige, engagierte und oft auch sehr sensible Arbeit. Mit dieser Vereinbarung setzen wir ein klares Zeichen für Prävention, Versorgungssicherheit und einen respektvollen Umgang mit sexueller Gesundheit.“