Anmelderekord in Kärnten: Für diese Schüler gilt nun die Pflicht
In Kärnten verzeichnet die Sommerschule in diesem Jahr so viele Anmeldungen wie noch nie zuvor. In den letzten beiden Ferienwochen rund 4.200 Schüler an dem Bildungsangebot teil.
Österreichweit gibt es bisher etwa 58.600 Anmeldungen. Damit setzt sich der kontinuierliche Anstieg seit der Einführung im Jahr 2020 fort. Eine wesentliche Neuerung betrifft dieses Jahr Kinder in Deutschförderklassen: Für sie ist der Besuch der Sommerschule erstmals verpflichtend. In Kärnten betrifft das rund 750 Schülerinnen und Schüler.
Das sagt die Bildungsdirektorin
Bildungsdirektorin Isabella Penz betont gegenüber dem ORF die Bedeutung der Initiative: Es gehe nicht allein um die Entlastung der Eltern bei der Betreuung während der neun Ferienwochen, sondern vor allem darum, die Kinder gezielt auf das neue Schuljahr vorzubereiten. Das Angebot richtet sich längst nicht mehr nur an Schüler mit Lernrückständen oder jene, die sich auf Wiederholungsprüfungen vorbereiten. Laut Penz nutzen auch sehr ehrgeizige Kinder die Sommerschule zur Begabtenförderung, etwa zur Vorbereitung auf Schulerfolgs-Olympiaden.
Ausreichend Lehrkräfte vorhanden
Sorgen über zu wenig Personal gibt es in Kärnten laut Bildungsdirektion nicht. Es stehen genügend Lehrkräfte sowie Studierende zur Verfügung. Das Arbeiten in kleineren Gruppen sorge für ein deutlich entspannteres Lernumfeld bei den Kindern, so Penz.