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/ ©Fotomontage Canva/5 Minuten
Das Bild auf 5min.at zeigt einen Jugendlichen und ein Polizeiauto.
Die Kärntner Polizei lässt ihre Follower über das Jugendwort des Jahres im Streifenwagenkontext abstimmen.

„Peak Verkehrskontrolle“: Kärntner Polizei übersetzt Jugendwörter

Die Polizei Kärnten beweist Humor: Anlässlich der Wahl des Jugendworts 2026 übersetzen die Beamten Begriffe wie „Peak“, „Crashout“ oder „Ragebait“ kurzerhand in ihren Polizeialltag – mit viel Selbstironie

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(498 Wörter)
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Seit 28. Juli kann auf Langenscheidt das Jugendwort des Jahres 2026 gewählt werden. Die Polizei Kärnten hat mit einer ordentlichen Portion Humor ihre ganz eigene Version der Jugendwortwahl gestartet. In den sozialen Medien erklären die Beamten aktuelle Jugendbegriffe im Kontext des Polizeialltags und ruft die Community dazu auf, für ihre Favoriten abzustimmen.

„Peak Verkehrskontrolle“

Zur Auswahl im Rennen um das Jugendwort des Jahres stehen heuer wie üblich zehn Begriffe, nämlich „Peak“, „Digga“, „Macker“, „Schere“, „Ragebait“, „Crashout“, „6-7“, „Süper“, „Gute Käse“ sowie „Du bist gut genug“. Die Polizei Kärnten greift den Trend auf und übersetzt die Wörter augenzwinkernd in den Streifenwagen-Alltag. In der Praxis sieht das so aus: „Schere“ bedeutet in der Jugendsprache so viel wie „Mein Fehler“ oder „Ups“. Das passende Polizeibeispiel: „Schere, hab den Funkwagen schon wieder mit halbleerem Tank abgestellt.“ „Peak“ beschreibt wiederum einen absoluten Höhepunkt. Für die Polizei wäre das etwa eine Kontrolle, bei der der Autofahrer Führerschein, Zulassung und Ausweis sofort griffbereit hat. „Peak Verkehrskontrolle“, würde das Fazit der Kärntner Beamten hier lauten.

Machst du bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres mit?

Ja, jedes Jahr.
Früher schon, aber jetzt nicht mehr.
Nein, nie.
Ich wusste nicht, dass es diese Wahl gibt.

Das ist für die Kärntner Polizei „Ragebait“

Und es geht weiter: „Crashout“ steht für einen kompletten Ausraster bzw. das Verlieren der Nerven. Das Beispiel der Polizei: Zwei Minuten vor Dienstende kommt per Funk noch ein neuer Einsatz herein – „Innerlich leichter Crashout.“ Unter „Ragebait“ wird eine absichtliche Provokation verstanden. Auch hierfür gibt’s ein Beispiel aus dem Beamtenalltag, nämlich wenn ein Autofahrer bei einer Kontrolle gegenüber den Polizisten den altbekannten Schmäh auspackt: „Na, hat die Mama euch heute wieder gleich angezogen?“

Bei „6-7“ sind auch die Beamten ratlos

Etwas ratlos steht die Polizei dem Begriff „6-7“ gegenüber. Dazu schreiben sie scherzhaft: „Falls jemand die korrekte Bedeutung kennt – bitte melden.“ Mit ihrer Ratlosigkeit sind sie nicht allein. Nicht einmal die Jugendlichen selbst wissen, was die Zahlenfolge bedeutet. Ihren Ursprung dürfte sie jedoch im Song „Doot Doot (67)“ des amerikanischen Rappers Skirlla haben, wo sie des Öfteren, aber ohne inhaltlichen Zusammenhang, wiederholt wird. Eine weitere Ursprungstheorie führt in den US-amerikanischen Basketball. Der Spieler Maverick Trevillion ging mit einem Video viral, in dem er bei einem Basketballspiel „6-7“ in die Kamera rief und dabei gestikulierte. Er wurde fortan als 6-7-Kid bekannt. „6-7“ ist universell einsetzbar und taucht sowohl on- als auch offline in verschiedensten Kontexten auf: als Reaktion auf alle möglichen Videos oder Nachrichten oder als Ausruf im Alltag. An sich handelt es sich dabei aber um eine Nonsensphrase, die den Jugendlichen wohl hauptsächlich als Insiderschmäh zur Abgrenzung von Älteren dient.

Community darf mitentscheiden

Die Polizei Kärnten ruft ihre Follower dazu auf, ihre Favoriten zu kommentieren und mit ihnen zu teilen, welche Begriffe für sie unbedingt in den Streifenwagen-Wortschatz gehören. „Vielleicht wird euer Vorschlag ja unser ganz persönliches Jugendwort des Jahres“, so die Polizei Kärnten abschließend. Peak Comedy-Content auf jeden Fall von unseren Freunden und Helfern.

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