Wanderer findet scharfe Granate – Sprengung erfolgte direkt am Berg
Mit einer solchen Entdeckung rechnet wohl kein Wanderer: In der Koschuta stieß ein deutscher Alpinist auf eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg. Dieser musste direkt am Berg gesprengt werden.
Der Kletterausflug in den Karawanken nahm am Sonntag (2. August) eine unerwartete Wendung: Der Bergsteiger aus Deutschland entdeckte im Zustiegsbereich des beliebten Klettersteigs auf den Lärchenturm eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg, wie die Polizei auf Anfrage von 5 Minuten bestätigte.
Entminungsdienst kam per Hubschrauber
Polizei-Pressesprecher Werner Pucher schildert den Fund genauer: „Die Granate hatte einen Durchmesser von etwa acht Zentimetern.“ Nach dem Notruf wurden Spezialisten des Entminungsdienstes gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber zur Fundstelle gebracht. Nach einer Begutachtung entschieden die Experten, die Werfergranate direkt vor Ort kontrolliert zu sprengen. Ein Abtransport des Sprengkörpers wäre nach Einschätzung der Fachleute zu riskant gewesen.
Großer Sperrbereich eingerichtet
Dieses Vorhaben wurde dann am Montag (3. August) in die Tat umgesetzt. „Vor der Sprengung wurde natürlich ein Erkundungsflug durchgeführt, um sicherzugehen, dass sich in der Umgebung niemand aufhält“, erklärt Pucher. Während des Einsatzes wurde das Gelände in einem Umkreis von etwa einem Kilometer abgesperrt, um Wanderer und Kletterer vor möglichen Splittern zu schützen. Nach der erfolgreichen Sprengung kurz nach 16 Uhr konnte der Bereich wieder freigegeben werden. Dabei dürfte es ordentliche geknallt haben. Eine Leserin aus der Gemeinde Zell sprach von einer „starken Detonation“.
Kriegsrelikte in den Karawanken
Immer wieder werden in den Karawanken Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. So fand etwa heuer im Mai ein kroatischer Alpinist eine Werfergranate – ebenfalls in der Koschuta. Wer auf verdächtige Gegenstände stößt, sollte diese keinesfalls berühren oder bewegen, sondern umgehend die Polizei verständigen.