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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt eine ausgetrocknete Wiese und eine Kuh.
Die anhaltende Trockenheit stellt Kärntens Bäuerinnen und Bauern vor enorme Herausforderungen.

Kärntner Bauern geht das Futter fürs Vieh aus: „Die Lage ist ernst“

Vertrocknete Wiesen und kaum Futter auf den Weiden: Die Dürre bringt viele Kärntner Bauern in Bedrängnis. Nun soll eine neue Initiative helfen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(482 Wörter)
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Die anhaltende Trockenheit macht Kärntens Landwirten zunehmend zu schaffen. In vielen Regionen sind Wiesen und Weiden ausgetrocknet. Die Folge: Auf zahlreichen Höfen wird das Futter für Rinder und andere Nutztiere knapp. „Die Lage ist ernst. Zahlreiche Betriebe sind bereits gezwungen, Winterfutter zu verfüttern oder ihre Tiere vorzeitig von den Almen zu holen, weil auf den Weiden kein Futter vorhanden ist“, beschreibt Landwirtschftskammer-Kärnten-Präsident Siegfried Huber die dramatische Lage.

Landwirtschaftskammer startet Hilfsaktion

Um die Futternot zu entschärfen, bringt die Landwirtschaftskammer Kärnten (LK) nun Ackerbaubetriebe und Viehhalter zusammen. Eine Möglichkeit zur Abhilfe bietet nämlich der Anbau von Zwischenfrüchten für die Futternutzung. Betriebe, die Flächen oder Zwischenfrüchte für die Futternutzung zur Verfügung stellen können, sowie Landwirte mit akutem Futtermangel sollen sich an die Außenstellen der Landwirtschaftskammer wenden. Dort werden Angebot und Nachfrage vermittelt und die rechtlichen Voraussetzungen geklärt. „„Gerade in einer Ausnahmesituation wie dieser ist Zusammenhalt innerhalb der Berufsgruppe wichtiger denn je“, betont Huber.

Versicherungszahlungen sollen rasch fließen

Gleichzeitig fordert die Landwirtschaftskammer eine rasche Auszahlung der Leistungen aus der Dürreversicherung. Viele Betriebe hätten durch die Ernteausfälle mit finanziellen Engpässen zu kämpfen und seien auf die Entschädigungen angewiesen. Ende August wird laut LK feststehen, in welchem Umfang die Entschädigungsleistungen aus der Dürreversicherung ausbezahlt werden können.

Alarm bei Mais, Soja und Kartoffeln

Nach Einschätzung der Österreichischen Hagelversicherung konnten die Getreidebestände heuer vielerorts noch gerettet werden. Deutlich schlechter sieht die Lage jedoch beim Grünland sowie bei Herbstkulturen wie Mais, Soja und Kartoffeln aus. Besonders betroffen sind laut Hagelversicherung Mittel-, Süd- und Unterkärnten. Hier haben Dürre und der fehlende Niederschlag sich besonders bemerkbar gemacht. Wie hoch die Schäden tatsächlich ausfallen, soll sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

80 Prozent der Ernte hängen vom Wetter ab

„Wir müssen uns vor Augen halten: 80 % des Ertrages(!) hängen vom Wetter ab“, sagt Hubert Gernig, Landesleiter der Österreichischen Hagelversicherung. Durch den menschengemachten Klimawandel verschärfe sich somit die Situation für die Landwirtschaft und bedrohe zunehmend die Existenz bäuerlicher Betriebe. „Die Erderwärmung schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Agrarsektor, haben doch Häufigkeit und Intensität von Dürreschäden durch den Klimawandel in den letzten Jahren stark zugenommen: Während in den 1980er-Jahren nur etwa alle zehn Jahre eine Dürre auftrat, erleben wir heute fast jedes zweite Jahr große Dürreereignisse“, weiß Gernig.

Erleichterungen für Biobetriebe gefordert

Zusätzlich zu der neuen Initiative setzt sich die Landwirtschaftskammer dafür ein, dass Biobetriebe wegen der außergewöhnlichen Dürre vorübergehend auch konventionelles Grundfutter zukaufen dürfen. Nach Angaben der Kammer laufen dazu bereits Gespräche mit den zuständigen Behörden und dem Landwirtschaftsministerium.

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