Bundesländerübergreifender Einsatz: Hubschrauber löscht Waldbrand
Ein Mitarbeiter der Bergbahnen Katschberg, der selbst Mitglied der Feuerwehr ist, bemerkte vom Aineck aus aufsteigenden Rauch in der Nähe des Lausnitzsees.
Er zögerte nicht lange, wählte sofort den Notruf und setzte damit eine Rettungskette in Gang. Da der Einsatzort extrem abgelegen liegt und es keine direkte Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge gibt, war klar, dass die Anfahrt lange dauern würde. Deshalb forderten die Retter umgehend auch einen Hubschrauber an. Die ersten Einsatzkräfte fuhren mit einem Pickup so weit wie möglich bis zur Lausnitzerhütte. Von dort aus stiegen sie zu Fuß zum Lausnitzsee auf und füllten ihre Löschrucksäcke für den ersten Angriff.
Hubschrauber im Einsatz
Zeitgleich traf der Polizeihubschrauber ein, der nach einer kurzen Lageerkundung sofort mit den ersten Löschflügen begann. Das Wasser holte der Hubschrauber mittels Transportbehälter direkt aus dem nahen See. Am Boden kämpfte sich die Feuerwehr-Mannschaft derweil mit Motorsägen durch das Unterholz, um die Brandstelle freizuschneiden und mit Schanzwerkzeug zu bearbeiten. Erst nach einer intensiven Bewässerung des gesamten Gebiets konnte nach gut drei Stunden Entwarnung gegeben werden.
Blitzschlag
Im Zuge des anlaufenden Großeinsatzes stellte sich heraus, dass die Brandstelle exakt auf Salzburger Gebiet lag. Nach Rücksprache mit den zuständigen Feuerwehrkommandanten im Lungau und der Ortsfeuerwehr Thomatal wurde vereinbart, dass die Löscharbeiten von Kärnten aus zu Ende geführt werden. Für die Kameraden aus Salzburg hätte der extrem lange Fußmarsch zur Einsatzstelle schlichtweg zu viel Zeit gekostet. Neben den Feuerwehrkräften stieg auch ein Polizist der Inspektion Rennweg zur Brandstelle auf. Als Ursache für das Feuer wird ein Blitzschlag vermutet.