Wasser wird knapp: Ersten Almen in Kärnten geht das Futter aus
Das Wasser wird knapp in Kärnten. Immer mehr Gemeinden rufen die Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit der wertvollen Ressource auf, in einigen Orten drohen bei Wasserverschwendung sogar bereits Strafen.
Besonders hart trifft die anhaltende Trockenheit derzeit allerdings die Landwirtschaft, wo Landwirte mit massiven Ernteausfällen rechnen und sich auch für Weideviehhalter sowie Fischzüchter die Lage weiter zuspitzt.
Futter und Wasser fehlen
Erste Notmaßnahmen mussten bereits ergriffen werden. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, bezeichnet Josef Obweger, Obmann des Kärntner Almwirtschaftsvereins, die Situation auf den Almen als prekär. Besonders sonnseitige Hanglagen seien bereits völlig ausgetrocknet, wodurch dem Weidevieh schlichtweg Futter und Wasser fehlen. In Oberkärnten blieb einigen Almbauern deshalb keine andere Wahl, als ihre Tiere schon jetzt vorzeitig ins Tal zurückzuholen. Das Problem dabei ist jedoch, dass auch die Wiesen im Tal von der Dürre gezeichnet sind.
Wintervörräte müssen herhalten
Um ihre Tiere zu versorgen, müssen viele Landwirte bereits jetzt auf ihre Vorräte für den Winter zurückgreifen. Doch auch beim Futter drohen Engpässe, da vor allem der Futtermais stark unter den fehlenden Niederschlägen leidet. Erich Roscher, Pflanzenbaudirektor und Leiter des Referates für pflanzliche Produktion bei der Landwirtschaftskammer Kärnten, zeigt sich dennoch vorsichtig optimistisch und betont, dass sich die Pflanzen bei einem gleichmäßigen Regen noch erholen könnten. Er stellt jedoch klar, dass der Grund für die Misere nicht allein die jüngste Hitzewelle ist, sondern bereits seit Jahresbeginn kontinuierlich zu wenig Niederschlag gemessen wurde.