Bierkrug-Attacke endete mit Schädelbruch: Prozess in Klagenfurt vertagt
Am Landesgericht Klagenfurt ist am Freitag ein Prozess wegen schwerer Körperverletzung gegen ein 35 und 38 Jahre altes Brüderpaar vertagt worden.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, in der Nacht des 24. August des vergangenen Jahres in einem Lokal in Wolfsberg drei Personen schwer verletzt zu haben. Unter dem Einfluss von Alkohol fühlten sich die beiden Männer offenbar von den Gästen an einem Nachbartisch provoziert, woraufhin die Situation eskalierte.
Schädelbruch erlitten
Im Laufe des Geschehens stand einer der Angeklagten auf und schlug einem Gast mit einem Bierkrug gegen den Hinterkopf, wodurch dieser einen Schädelbruch erlitt, heißt es. Auch zwei Frauen, die schlichtend eingreifen wollten, wurden bei dem Vorfall verletzt. Bei den Helferinnen handelte es sich um die Wirtin des Lokals sowie eine Justizwachebeamtin, wie aus einem Bericht des „ORF“ hervorgeht. Letztere konnte einen der mutmaßlichen Angreifer bis zum Eintreffen der gerufenen Polizei am Boden fixieren.
Nur lückenhafte Erinnerung
Die Verhandlung unter Vorsitz von Richterin Claudia Bandion-Ortner wurde am heutigen Freitag allerdings vertagt, da für eine vollständige Klärung des Sachverhalts noch weitere Zeugen angehört werden sollen. Die beiden beschuldigten Brüder gaben vor Gericht an, sich aufgrund des Alkoholkonsums nur noch lückenhaft an den genauen Ablauf der Geschehnisse erinnern zu können. Für alle Beteiligten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.