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/ ©ÖBB/Harald Eisenberger
Bild auf 5min.at zeigt die Koralmbahn
Fahrgäste bemängeln das geringe Platzangebot für Fahrräder auf der Strecke Graz–Klagenfurt.

Ärger am Bahnsteig: Fahrrad-Chaos auf der Koralmbahn?

Während die neue Bahnverbindung zwischen Graz und Klagenfurt gefeiert wird, sorgt die Kombination aus Rad und Railjet für Frust auf den Bahnsteigen. Was Fahrgäste erleben und was die ÖBB raten, liest du hier.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(321 Wörter)
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Die Koralmbahn gilt als modernes Jahrhundertprojekt und soll Kärnten sowie die Steiermark eng zusammenschweißen. Während Fahrgäste die schnellen Verbindungen schätzen, sorgt die Kombination von Fahrrad und Fernverkehr auf der Achse zwischen Klagenfurt und Graz im Sommer für Diskussionen. Leser berichten von teils mühsamen Szenen an den Bahnsteigen: Die steilen Einstiege der Alt-Railjets mit schwerem Gepäck oder modernen E-Bikes seien beschwerlich, die Stellplätze knapp bemessen. Haken im Innenbereich seien für breite 29-Zoll-Reifen oder schwere E-Bikes oft ungeeignet. Zudem führe die Umstellung auf Interregio-Züge mit strikter Reservierungspflicht bei Spontandurchreisenden und Pendlern immer wieder zu Unmut. All das erzählt ein 5-Minuten-Leser.

ÖBB: Dringende Empfehlung zur frühzeitigen Reservierung

Auf Anfrage von 5 Minuten nehmen die ÖBB Stellung zur Situation. Das Stellplatzangebot auf der Koralmbahn sei „ausreichend, aber knapp bemessen“. Genau aus diesem Grund gelte im Fernverkehr (Railjet und Interregio) eine verpflichtende Fahrradreservierung. „Die Reservierungspflicht dient explizit der Vermeidung von Überkapazitäten und stellt sicher, dass für jedes Rad auch ein fixer Platz zur Verfügung steht“, so die ÖBB.

Die Empfehlungen der ÖBB für die Praxis:

    • Frühzeitig reservieren: Aufgrund der hohen Nachfrage sollten Stellplätze im Fernverkehr so früh wie möglich gebucht werden.

    • Pünktlich am Bahnsteig sein: Fahrgästen wird geraten, bereits 5 bis 10 Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig zu stehen, um den richtigen Waggon stressfrei zu finden.

    • Standardmaße beachten: Räder sollten die Abmessungen von 185 x 110 x 60 cm nicht überschreiten.

    • Alternative Nahverkehr: In der S-Bahn (S1) gilt das Prinzip „first come, first served“ ohne Reservierungspflicht. Zusammengeklappte Falträder (max. 90 x 60 x 40 cm) reisen in allen Zügen kostenfrei als Handgepäck mit.

Tarife und Kosten im Überblick

  • Fernverkehr (Railjet / Interregio): Fahrradticket (ab 2 Euro) plus verpflichtende Stellplatzreservierung (3 Euro online / 3,50 Euro am Schalter).
  • Nahverkehr (S1): Fahrradticket erforderlich (ca. 10 % des Standardtarifs), keine Reservierung möglich. Für Tagestouren bieten sich Kombitickets wie das Aktiv-Ticket Kärnten (19,90 Euro) oder das Einfach-Raus-Radticket an.

Wie löst es die WESTbahn?

Auch die WESTbahn meldet sich bezüglich des Fahrrad-Themas bei 5 Minuten: Auf der Südstrecke Wien–Villach werden je nach Zugtyp bis zu acht Fahrradstellplätze angeboten. „Die Fahrradstellplätze befinden sich direkt im Einstiegsbereich der dafür vorgesehenen Wagen. Dadurch entfällt das mühsame Manövrieren mit dem Fahrrad durch den Zug“, erklärt WESTbahn-Sprecher Ademir Jatic. Wie bei der ÖBB ist auch hier die Reservierung vorab verbindlich. Das barrierearme Einstiegskonzept im Niederflurbereich erleichtert Ausflüglern und E-Bike-Fahrern jedoch das Handling.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man die Westbahn.
©NLK Pfeffer
Die WESTbahn hat Stellplätze direkt im Einstiegsbereich.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 09.08.2026 um 11:19 Uhr aktualisiert
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