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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Frau, die verzweifelt ist und die Hände vor dem Gesicht zusammenschlägt, dahinter Geldscheine.
Ein 56-Jährige verlor plötzlich nach 35 Jahren ihren Beruf, dann ging sie zur Arbeiterkammer Kärnten.

„Ohne nachvollziehbaren Grund“: Kärntnerin ist 35 Jahre im Betrieb und verliert Job

Eine 56-jährige Kärntnerin stand nach 35 Dienstjahren plötzlich vor dem Nichts: Ihr wurde völlig überraschend und ohne nachvollziehbaren Grund gekündigt.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
2 Minuten Lesezeit(333 Wörter)
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Der Schock saß tief: Nach dreieinhalb Jahrzehnten Treue zum Unternehmen erhielt die 56-jährige Arbeitnehmerin die Kündigung. Anstatt den Verlust ihres Arbeitsplatzes tatenlos hinzunehmen, wandte sie sich an die Experten der Arbeiterkammer (AK) Kärnten.

Firmenleitung musste Kündigung zurücknehmen

Der AK-Arbeitsrechtsexperte Fabio Del Frate übernahm den Fall und schaltete sich umgehend ein. Mit Erfolg: Die Firmenleitung lenkte schließlich ein und nahm die Kündigung vollständig zurück. Damit ersparten die Beteiligten der Arbeitnehmerin einen langwierigen und nervenaufreibenden Prozess vor Gericht, teilt die Arbeiterkammer in einer Aussendung mit.

AK-Rechtsschutz verhindert teures Verfahren

Dieser Ausgang zeigt die Bedeutung des kostenlosen Rechtsschutzes. Wer eine Kündigung im Alleingang oder mit einem privaten Anwalt vor dem Arbeitsgericht anfechte, bleibe in jedem Fall auf erheblichen Summen sitzen. „Selbst wenn Beschäftigte den Prozess gewinnen, müssen sie ihre Anwalts- und Verfahrenskosten selbst tragen“, erklärt Del Frate. Solche Verfahren schlagen schnell mit 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche – ein hohes finanzielles Risiko, das viele Betroffene davor abschreckt, überhaupt um ihr Recht zu kämpfen.

„Es ist sozialpolitisch beschämend“

Der Fall steht stellvertretend für eine bedenkliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, teilt die Arbeiterkammer weiter mit. Im Zuge von Umstrukturierungen und Personalabbau werden immer öfter ältere – und damit meist höher entlohnte – Mitarbeiter aus den Betrieben gedrängt, heißt es. „Es ist sozialpolitisch beschämend, wenn ältere Beschäftigte aus dem Unternehmen gedrängt werden und dann aus Angst vor hohen Prozesskosten die Kündigung hinnehmen müssen. Mit unserem kostenlosen Rechtsschutz sichern wir Existenzen“, betont AK-Präsident Günther Goach. Es sei nicht in Ordnung, wenn langjährige Fachkräfte aus rein wirtschaftlichen Überlegungen aussortiert würden. Die AK fordert daher einen besseren gesetzlichen Schutz für ältere Arbeitnehmer.

Gut zu wissen

Da bei Kündigungsanfechtungen sehr kurze gesetzliche Fristen gelten, rät Goach Betroffenen zu raschem Handeln: „Daher rate ich, sofort unsere kostenlose und vertrauliche Beratung in Anspruch zu nehmen“.

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