Spielverluste in Höhe von 8.000 Euro: Kärntner klagt Karibik-Casinos
Ein Kärntner kämpft vor Gericht um 8.000 Euro, die er bei Online-Casinos verloren hat. Die Anbieter sitzen in der Karibik.
Ein 29-jähriger Kärntner fordert vor dem Bezirksgericht Klagenfurt Spielverluste in Höhe von insgesamt 8.000 Euro von vier Online-Casinos zurück. Die Besonderheit daran: Die verklagten Anbieter haben ihren Firmensitz auf der Karibikinsel Curaçao – ein Land, welches viele erst durch die diesjährige Fußball Weltmeisterschaft kennen.
Bei 100 Anbietern registriert
Die Problematik begann bereits vor Jahren. „Ich war 18 Jahre alt, als ich mich zum ersten Mal bei einem Online-Casino angemeldet habe“, schilderte der Mann im Zeugenstand, wie die „Kleine Zeitung“ berichtet. Warum er sich dieses Hobby gesucht hat, könne er heute nicht mehr sagen. In Spitzenzeiten war der Kärntner bei über 100 verschiedenen Anbietern registriert, ergänzt er. Vor allem in den Jahren 2022 bis 2025 seien die Aktivitäten laut seinen Aussagen eskaliert.
1.200 Euro bereits erfolgreich eingeklagt
Auf die Frage der Richterin: „Wie viel Geld haben Sie denn in Summe verloren?“, entgegnete er: „Den Betrag kann ich nicht beziffern, es ist aber sehr viel Geld.“ Dass die Durchsetzung der Ansprüche schwierig werden könnte, deutete die Richterin zu Beginn der Verhandlung an: „Ob Sie jemals Geld sehen werden, ist fraglich.“ Der Kläger gibt sich dennoch zuversichtlich. Über das Internet habe er sich informiert, dass man Spielverluste zurückfordern kann und auf diesem Weg bereits einmal 1.200 Euro erfolgreich eingeklagt.
Kein Einzelfall
Nach einer Verhandlungsdauer von 30 Minuten schloss die Richterin den Akt, die Entscheidung ergeht schriftlich heißt es im Medienbericht. Der Fall reiht sich ein in hunderte ähnliche Verfahren, die seit Jahren die heimischen Gerichte beschäftigen: Zahlreiche Online-Casinos verloren die Prozesse und wurden zur Rückzahlung aufgefordert.