Strengere E-Scooter-Regeln: Kärntner Polizei zieht erste Bilanz
Seit Mai gelten für E-Scooter strengere Regeln: Neben einer Pflichtausstattung mit Klingel und Blinkern an den Lenker-Enden müssen Jugendliche unter 16 Jahren einen Helm tragen.
Zudem darf niemand zu zweit unterwegs sein und der Transport von Gegenständen ist ausschließlich in kleinen Rollertaschen oder Rucksäcken erlaubt. Die Kärntner Polizei kontrollierte diese Vorgaben im vergangenen Quartal verstärkt. Eine erste Bilanz zeigt ein hohes Maß an Einsicht.
Helmpflicht zum Großteil eingehalten
Hannes Micheler von der Landesverkehrsabteilung zog in einem Bericht des „ORF“ ein erfreuliches Fazit: „Wir haben ganz positiv festgestellt, dass ein Großteil oder der überwiegende Teil der E-Scooter bereits nach den neuen Ausrüstungsbestimmungen ausgerüstet ist.“ Auch bezüglich der Helmpflicht zeichnet sich ab, dass diese von den meisten Jugendlichen unter 16 Jahren eingehalten wird.
84 Unfälle mit verletzten Personen
Derzeit setzt die Polizei bei Verstößen vorrangig auf Mahnungen statt auf Geldstrafen, wobei Fahrten unter Alkoholeinfluss von dieser Kulanz ausgenommen sind. Der Fokus auf mehr Sicherheit kommt nicht von ungefähr, denn die Unfallzahlen steigen kontinuierlich an. Allein von April bis Juni dieses Jahres wurden 84 Unfälle mit verletzten Personen verzeichnet, wobei Experten von einer noch höheren Dunkelziffer ausgehen.