Rauchgeruch sorgt für zahlreiche Notrufe in Kärnten: Das rät das Land
Der Rauch aus Norditalien sorgt in Kärnten für große Verunsicherung: Innerhalb weniger Stunden gingen zahlreiche Notrufe bei der Landesalarm- und Warnzentrale ein. Das Land bittet die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren.
Die Waldbrände aus Norditalien sorgten in Kärnten am Sonntag in der Früh für viel Aufregung. Wie berichtet zog der Rauchgeruch über weite Teile unseres Landes und auch die eingeschränkte Sicht sorgten bei vielen Menschen für Verunsicherung. Inzwischen gingen zahlreiche Notrufe bei der Landesalarm- und Warnzentrale ein, wie das Land Kärnten informiert.
35 Notrufe wegen Rauchgeruch
Schon seit den frühen Morgenstunden häufen sich die Meldungen über Brandgeruch in Kärnten. Wie berichtet, erreichten auch 5 Minuten mehrere Nachrichten von Lesern, vor allem im Raum Villach ist der Rauch deutlich wahrnehmbar. Nun zeigt sich, wie groß die Verunsicherung tatsächlich ist: Rund 35 Menschen meldeten sich innerhalb weniger Stunden bei der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) des Landes Kärnten, weil sie Rauch beziehungsweise deutlichen Brandgeruch wahrnahmen.
Hast du den Rauchgeruch auch wahrgenommen?
Land bestätigt: Rauch kommt aus Italien
Das Land bestätigt nun die Einschätzung, die Meteorologe Michael Tiefgraber von GeoSphere Austria bereits in der Früh gegenüber 5 Minuten abgegeben hatte: Der Rauch stammt von den schweren Waldbränden im italienischen Friaul-Julisch Venetien. Besonders rund um Tolmezzo und Amaro brennt es seit Tagen. Aufgrund der derzeitigen Windströmung werden die Rauchmassen über die Grenze nach Kärnten getragen. Auch auf Satellitenbildern sei die großräumige Ausbreitung des Rauchs deutlich zu erkennen, informiert das Land.
Schleier reicht bis ins Klagenfurter Becken
Bereits in der Früh hatte Tiefgraber gegenüber 5 Minuten erklärt, dass die Wetterlage genau zu diesem Szenario passt. Südwestwind transportiert den Rauch aus Italien über das Gailtal nach Kärnten. Besonders deutlich ist der Schleier im Raum Villach zu sehen, eine Trübung lässt sich laut dem Meteorologen aber sogar bis ins Klagenfurter Becken erkennen. Leser berichteten unter anderem aus Villach-Auen von starkem Rauchgeruch. Auch aus Arnoldstein erreichten uns Bilder, auf denen der auffällige Schleier zu erkennen ist.
Luftqualität wird laufend kontrolliert
Die Situation wird nun auf beiden Seiten der Grenze genau beobachtet. Im Raum Tolmezzo überwachen die italienischen Behörden die Luftqualität. In Kärnten übernimmt dies die zuständige Abteilung des Landes. Auch die Einsatzorganisationen stehen mit den Behörden in Verbindung und verfolgen die weitere Entwicklung. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Rauch der Waldbrände in Friaul für erhöhte Feinstaubwerte an einzelnen italienischen Messstellen gesorgt.
Appell: Notruf nur bei tatsächlichem Notfall
Angesichts der zahlreichen Anrufe richtet das Land nun auch einen wichtigen Appell an die Bevölkerung: Wer Rauch riecht oder eine eingeschränkte Sicht bemerkt, soll zunächst Ruhe bewahren. Die Notrufnummern sollen nur dann gewählt werden, wenn tatsächlich ein Notfall beziehungsweise ein konkreter Brand wahrgenommen wird. Lange dürfte der Rauch nach der derzeitigen Prognose ohnehin nicht mehr über Kärnten liegen. Nähere Informationen zur erwarteten Entwicklung findest du hier: Mysteriöser Brandgeruch in Kärnten: Das steckt dahinter.