Waldbrand in Norditalien: Gesundheitswarnung in 17 Gemeinden
In Norditalien wütet der größte Waldbrand der jüngeren Geschichte. Der starker Wind verschärft die Lage, während die spürbare Rauchentwicklung bereits in 17 italienischen Gemeinden für eine Gesundheitswarnung sorgt.
Am Weißensee wurde am Montag wieder alles für den Einsatz italienischer Löschflugzeuge vorbereitet, wir haben berichtet. Rund 20 Helferinnen und Helfer sichern die Entnahmestelle seit den frühen Morgenstunden ab. So konnten in den vergangenen Tagen zahlreiche Wasserentnahmen sicher abgewickelt werden.
130.000 Liter Wasser
Die Flugzeuge transportierten bisher über 130.000 Liter Wasser aus dem Weißensee ins Einsatzgebiet. Derzeit befinden sich rund 280 Personen im Einsatz – darunter Berufsfeuerwehren, Waldbrandinspektoren des Landes, Freiwillige Feuerwehren, Zivilschutzbeauftragte und weitere Helfer, heißt es in einem Bericht des ORF.
Verschärfung der Lage im Friaul
In der betroffenen Region hat es zwar zuletzt geregnet, allerdings erschwert starker Wind die Lage erheblich. Wie aus dem Bericht hervorgeht, mussten bereits 15 Häuser geräumt werden, weitere Evakuierungen drohen. Aufgrund der hohen Feinstaubbelastung gilt derzeit in 17 italienischen Gemeinden zusätzlich eine Gesundheitswarnung. Die Hoffnung, den größten Waldbrand der jüngeren Geschichte der Region bald unter Kontrolle zu bringen, hält sich gering: Die Bürgermeisterin von Tolmezzo, eine Gemeinde mit knapp 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, schildert die Situation als eine immer größere Belastung für die Bevölkerung.
Spürbare Auswirkungen bis nach Kärnten
Der aus Norditalien herüberziehende Rauch sorgt auch auf österreichischer Seite für Verunsicherung. Bei der Landesalarm- und Warnzentrale gingen am Sonntag innerhalb weniger Stunden zahlreiche Notrufe ein. Vor allem im Raum Villach war die Rauchentwicklung deutlich wahrnehmbar, wie mehrere Leser gegenüber 5 Minuten schilderten.