Laute Knallgeräusche lösten Cobra-Einsatz in Kärnten aus
Schussähnliche Knalle lösten im Bezirk Spittal einen Großeinsatz aus. Die Polizei nahm drei Jugendliche nach Pyrotechnik-Aktionen vorläufig fest.
In der Nacht auf Montag haben schussähnliche Knallgeräusche einen Polizeieinsatz im Bezirk Spittal an der Drau ausgelöst. Gegen 23 Uhr wurden im Bereich Möllbrücke erste lautstarke Detonationen wahrgenommen, die auch von einer herannahenden Polizeistreife registriert wurden.
Cobra und SIG im Einsatz
Da Schüsse aus einer Waffe vorerst nicht ausgeschlossen werden konnten, leiteten die Einsatzkräfte umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Neben mehreren Polizeistreifen standen auch das Einsatzkommando Cobra sowie die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) im Einsatz. Die Ursache für die Geräusche blieb bei den ersten Überprüfungen jedoch zunächst unklar. Gegen 3:45 Uhr folgte ein weiteres schussähnliches Knallgeräusch, diesmal direkt im Stadtgebiet von Spittal an der Drau. Im Rahmen der unverzüglich aufgenommenen Fahndung hielt die Polizei einen Pkw an. Darin befanden sich ein 19-Jähriger sowie zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die alle aus dem Bezirk Spittal an der Drau stammen.
Mehrere pyrotechnische Gegenstände
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten mehrere pyrotechnische Gegenstände. Nachfolgende Ermittlungen belegten, dass sich das Trio zuvor in den Bereichen Möllbrücke und Lendorf aufgehalten hatte. Die Drei stehen im Verdacht, die Pyrotechnik auf öffentlichen Straßen gezündet und zum Teil aus dem fahrenden Auto geworfen zu haben. Die Aktionen sollen sie zudem gefilmt und im Anschluss verbreitet haben.
„Aus Spaß“ gehandelt
„Die drei Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und zeigten sich bei ihren Einvernahmen teilweise geständig. Sie gaben an, aus Spaß und zur Provokation gehandelt zu haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt erfolgte die Anzeige auf freiem Fuß“, schildern die Beamten der Landespolizeidirektion Kärnten.